12 Mrz

Krautsalat pusht Selbstheilungskräfte

Krautsalat mit frisch gebackenem Brot

Kohlsalat/Krautsalat als Heilnahrung? Kohl hat antibiotische, antibakterielle, schmerzstillende und anticancerogene Eigenschaften. Reich an Ballaststoffen, Nährstoffen und Vitaminen, ist Kraut ein regelrechtes Allheilmittel und wirkt sowohl präventiv gegen etliche Krankheiten als auch lindernd oder gar heilend. Als probates natürliches Heilmittel hat sich der Kohl  u. a. bei Rheuma, Diabetes, Magen-Darm- und Verdauungsproblemen, Magenschleimhautentzündung, erhöhtem Cholesterinspiegel und Adipositas erwiesen.

Zu meiner großen Freude finden viele Vita Oecononmica Freunde den Einstieg auf diesen Blog über den Artikel Kohlwickel gegen Entzündungen und Schmerzen. Daher will ich euch hier auch mein Grund-Krautsalatrezept aus rohem Kraut verraten. Ein weiteres Rezept aus gedämpftem Kohl, das besonders gut gegen erhöhte Cholesterinwerte wirken kann, habe ich nun auch unter „Gedämpfter Krautsalat als Cholesterinsenker“ veröffentlicht.

Kohlwickel gegen Entzündungen und Schmerzen

Kohl/Kraut und Wirsing – Krautsalat pusht Selbstheilungskräfte

Kraut/Kohl – Treibstoff für unsere Selbstheilungskräfte – 1 Tasse täglich reicht

Ich selbst habe ja um die 15 kg in ca. einem Jahr abgenommen, ohne je zu hungern und halte mein Gewicht +/- 2 – 3 kg seit 2,5 Jahren. In der Folge betrachte ich meine Ernährung als Möglichkeit, mich ausgewogen und natürlich zu ernähren, um fit und gesund zu bleiben und das Paket an Krankheiten, die sich über die Jahre peu à peu eingeschlichen haben, abzubauen. Was mir auch ganz gut gelingt; denn ich gebe dem Körper Treibstoff, damit er Selbstheilungskräfte aktiviert. So habe ich Weißkraut für mich entdeckt und möchte euch hier das erste von zwei ganz einfachen Rezepten geben, die auch zu eurem Wohlbefinden beitragen werden, wenn ihr regelmäßig Kohl esst. Dazu muss ich sagen, dass der Verzehr von Kohl und anderem Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler wie Brokkoli, Blumenkohl, Rotkohl, Wirsing, Rosenkohl, auch Kresse oder Rucola etc. fester Bestandteil meines Speisezettels geworden ist. Krautsalat integriere ich fast täglich in meinen Speiseplan. Das Gemüse ist so vielseitig verwendbar und mit etwas Phantasie wandelbar, dass ich nie zu viel davon bekomme. Es genügt, wenn ihr 4 – 5 Mal pro Woche ca. eine Tasse/kleine Müslischüssel voll Kraut verspeist, ob als Rohkost oder gedünstet, um von den guten Eigenschaften ganz nebenbei zu profitieren und auf viele unnötige Nahrungsergänzungsmittel zu verzichten. Und keine Angst vor Blähungen o. ä. Ganz im Gegenteil wird der Magen-Darm-Trakt gereinigt und der Fäulnisbildung entgegengewirkt.

Krautsalat pur - Mmmmhmmmm...

Krautsalat pusht Selbstheilungskräfte – Krautsalat pur – Mmmmhmmmm…

Krautsalat als Rohkost – präventive Allzweckwaffe und Helfer bei etlichen Leiden

Ein guter Grund, regelmäßig Kohl zu essen, liegt u. a. in der antioxidativen Wirkung des Kohls. Vereinfacht erklärt, leidet unser Körper ohne Antioxidantien unter oxidativem Stress (das ist die Wirkung freier Radikaler, die Zellwände und -strukturen attackieren, schwächen und zerstören können) und mit der Zeit einen großen Risikofaktor für viele Krankheiten und eine große Gefahr für unsere Gesundheit darstellen. Antioxidantien sind die Beschützer unserer Zellen. – Und da Kraut günstig ist und hierzulande bestens gedeiht, ist es bestens für Vita Oeconomica geeignet.

Grund-Rezept Rohkost-Krautsalat

Zutaten pro Person

  • Kraut/Kohl – ca. 200 – 250 g, fein geschnitten oder gehobelt (entspricht in etwa 1 mittleren Müslischüssel voll)
  • 1 Esslöffel kalt gepresstes Rapskern-, Oliven- oder Hanfsamenöl
  • ½ – 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 – 2 Esslöffel Apfelessig* (nach Geschmack. Oder Balsamico)
  • 1 Prise Zucker oder einen halben Teelöffel Honig oder Agavendicksaft (alternativ etwas Apfelsaft)
  • 1 kleine Tasse heiße Gemüsebrühe (Instant)
  • Pfeffer
  • Süßes Paprikapulver **
  • Eventuell noch etwas Salz
  • Frische oder getrocknete Salatkräuter nach Geschmack
  •  * ich verwende immer Bio-Apfelessig, da Apfelessig ebenfalls viele gute Eigenschaften hat
  • ** mein Favorit beim Krautsalat ist geräuchertes süßes Paprikapulver. Da könnte ich mich reinlegen! Muss aber nicht sein, da nicht leicht zu finden.
Krautsalat - Zutaten

Krautsalat pusht Selbstheilungskräfte – Zutaten für Krautsalat als Rohkost

Zubereitung Krautsalat

Kohlkopf am besten mit einem großen Messer oder Brotmesser vierteln, vom Strunk befreien, dicke äußere Blattadern entfernen, fein schneiden oder hobeln und in eine Schüssel geben. Öl, heiße Brühe, Zitronensaft, Apfelessig, Gewürze und die restlichen Zutaten drübergeben und gut vermischen. (Ich mache das am liebsten von Hand und zerdrücke dabei ein wenig die Kohlfasern. Dann nimmt das Gemüse die anderen Zutaten noch besser auf). Wenn ihr noch anderes Essen servieren wollt, macht ihr den Kohlsalat am besten ganz am Schluss, damit die frischen Vitalstoffe nicht verloren gehen). Essen solltet ihr Salat und Gemüse immer an erster Stelle. Die Gründe könnt ihr hier auf dem Blog später unter Reihenfolge-Essen nach Dr. Stanley Bass nachlesen. Den Rest wickelt ihr in Klarsichtfolie und legt den angeschnittenen Kohl in einer Plastiktüte in den Kühlschrank. So ist er tagelang haltbar. Vor der nächsten Zubereitung, einfach nur eine dünne Scheibe von der Schnittstelle wegschneiden und in den Kompost geben.

zuerst wird das Kraut fein geschnitten oder gehobelt

Krautsalat pusht Selbstheilungskräfte – zuerst wird das Kraut fein geschnitten oder gehobelt

Kraut fein geschnitten und gewürzt

Krautsalat pusht Selbstheilungskräfte – Kraut fein geschnitten und gewürzt

Auch hier gilt: Wenn ihr von den guten Eigenschaften des Kohls profitieren wollt und ihn regelmäßig (4 – 5 Mal pro Woche ist optimal) in eure Ernährung integrieren wollt, sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Der Salat schmeckt köstlich mit einem halben geraspelten oder klein geschnittenen Apfel, einer geriebenen Karotte, Paprika- oder frischen Ananasstückchen, etwas klein geschnittener Chilischote oder frischem, klein geschnittenem Ingwer und angerösteten Nüssen. Einfach ausprobieren und variieren, worauf ihr gerade Lust habt und sparsam mit Salz umgehen. Lasst´s euch schmecken!

Um auch bei heißem Wetter meine (fast) tägliche Portion Kohl zu bekommen, habe ich mal auf Weißkrautsalat verzichtet und neulich durch meine heiß geliebte, kalte Gurkensuppe mit Buttermilchschaum, der ich als Garnitur eine gute Handvoll ganz dünn geschnittener Kohlscheiben verpasst habe, ersetzt.

Mit einem äußerlich angewandten Kohlwickel könnt ihr euch erfolgreich gegen Schmerzen und Entzündungen wehren. Auf diesem Blog findet ihr mehr dazu unter Kohlwickel bei Entzündungen und Schmerzen. Wer noch mehr über den Kohl und dessen gute Eigenschaften erfahren will, findet in meinem Blog unter „Kohl essen und trinken – am besten täglich“ noch mehr Informationen. Bei  Wikipedia oder zentrum-der-gesundheit könnt ihr ebenfalls Wissenswertes über den Kohl nachlesen.

09 Sep

Brotsuppe – Highlight aus Brotresten

Meine mega leckere Brotsuppe aus Resten ist im Handumdrehen fertig, macht lange satt,  ist gesund und kostet fast nichts. Die Brotsuppe kann ganz einfach aus Brotresten zubereitet werden. Kreative Menschen werden dieses Gericht lieben, da bei der Zubereitung der Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Die klassische Brotsuppe lässt sich gut mit Gemüseresten, wie z. B. gedämpftem Weißkohl, Kräutern, etwas Käse, einem Schuss Weißwein etc. aufpeppen, obwohl mir persönlich das einfache Rezept mit etwas saurer Sahne oder Frischkäse und frischen Kräutern on top am besten schmeckt.

Das ehemalige Arme-Leute-Essen kommt heutzutage kaum noch auf den Tisch, dabei haben wir doch alle hin und wieder nicht mehr ganz frisches Brot oder Brötchen übrig. Also bitte Brot nicht gedankenlos wegwerfen, sondern etwas Feines daraus zaubern. Ich hasse es, Lebensmittel wegzuwerfen; es tut mir richtig weh, mit ansehen zu müssen, wie ständig und überall so viele noch gute Lebensmittel in die Tonne wandern. Vor allem auch in Privathaushalten. In einem meiner Berichte auf diesem Blog habe ich euch über das Foodsharing berichtet. Ich selbst schaue gelegentlich bei einem der Fairteiler hier in Köln vorbei, lasse etwas dort oder nehme etwas mit. Heute hatte ich Glück und konnte ein gespendetes Bio-Roggenbrot vom Vortag mitnehmen. Draußen ist es ein wenig frisch, fast schon herbstlich, ideal für eine heiße Suppe. Außer für Suppen nehme ich geriebenes, fettfrei geröstetes, trockenes Brot auch gerne als Sättigungsbeilage zu Suppen oder Gemüsenudeln. Schmeckt gut und sieht auch noch hübsch aus! Foto weiter unten.

Brotsuppe – kulinarisches Highlight aus Brotresten. Brotsuppe mit frischen Kräutern und Ziegenfrischkäse-Taler

Aus älterem Brot oder Brötchen vom Vortag mache ich nicht nur Suppen oder Aufläufe, sondern je nach Saison u.a. Kirsch- oder Zwetschgenmichel, Knoblauchbrot zu Suppen oder Salat, Croutons usw.  Rezepte folgen. Heute will ich euch mal für das klassische Brotsuppenrezept begeistern. Aus einem Teil des guten Roggenbrotes habe ich eine feine Brotsuppe gemacht. Der Rest wurde eingefroren. Hier ist das Rezept:

Zutaten für die Brotsuppe (2-3 Personen)

  • 4 mitteldicke Scheiben älteres Brot oder Brot vom Vortag oder älter (Roggen- oder Roggenmischbrot, Bauernbrot, Vollkornbrot etc.)
  • 1 Esslöffel gutes Bratöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • etwas Butter für den Geschmack
  • körnige Gemüsebrühe nach Geschmack
  • Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel süßes Paprikapulver
  • Muskat
  • 300 ml Vollmilch
  • 300 ml Wasser

Brotsuppe – kulinarisches Highlight aus Brotresten. Vor dem Pürieren 10 min köcheln, danach würzen, auf Wunsch pürieren und dekorieren

Rezept Brotsuppe

Brot in kleine Würfel schneiden und zur Seite legen, Zwiebel in einem Topf in gutem Bratöl (ich nehme das Bratöl von gefro oder Egle) glasig anbraten, Butter und das klein geschnittene Brot zugeben und unter Rühren kurz anrösten. Zuletzt den zerdrückten Knoblauch und das Paprikapulver zugeben, ganz kurz mit anschwitzen und alles mit Wasser und Milch (wer auf Milch verzichten will oder muss, kann die Suppe auch nur mit Gemüsebrühe aufgießen oder mit Sojamilch o.ä. arbeiten) aufgießen. 10 min köcheln, mit dem Pürierstab pürieren. Konsistenz prüfen. Ggf. noch etwas Wasser oder Milch und Meersalz nach Geschmack zugeben. Mit Pfeffer und Muskat abschmecken. Ev. Thymian oder Basilikum nach Geschmack zugeben oder mit frischer Petersilie verfeinern. Kräftig umrühren. Fertig!

Mein Tipp

Ich verfeinere die einfache Brotsuppe mit einem Spritzer Zitrone oder einem Schluck Weißwein. Petersilie und Schnittlauchröllchen und ein wenig saure Sahne oder gar ein Scheibchen Ziegenfrischkäse, wenn vorhanden, on top – und ihr habt eine Köstlichkeit par excellence und das altbackene Brot ist weg. Sollte sich noch eine gekochte Kartoffel oder übrige rohe Möhre im Kühlschrank herumtreiben, die ihr loswerden wollt, einfach mit reinreiben und kurz mitkochen.

Brotsuppe – Highlight aus Brotresten – Geriebenes und fettfrei geröstetes Brot als Blickfang und Sättigungsbeilage

Für die warme Jahreszeit habe ich außer den süßen Aufläufen aus übrig gebliebenem Brot etwas Neues für mich entdeckt: mit der Vierkantreibe reibe ich Brotreste klein und röste sie fettfrei zusammen mit Sonnenblumenkernen oder Sesam unter ständigem Rühren. Wird toll kross und schmeckt super z. B. zu einer Gemüsesuppe oder als Sättigungsbeilage von Zucchini- oder Karottennudeln. Sieht außerdem appetitlich aus.

Zucchini- und Karottennudeln mit geröstetem Brotreste- und Sonnenblumenkernrand

Zucchini- und Karottennudeln mit geröstetem Brotreste- und Sonnenblumenkernrand

Fettfrei geröstete Brotbrösel oder -würfel eignen sich sehr gut auch als Beigabe zu kalten Sommersuppen, wie z. B. meiner kalten Gurkensuppe mit Buttermilchschaum.

Kalte Gurkensuppe mit Buttermilchschaum und Kräutern

Kalte Gurkensuppe mit Buttermilchschaum und Kräutern, fettfrei gerösteten Brotbröseln und Sonnenblumenkernen und Serranoschinkenspieß.

Ich wünsche gutes Gelingen und freue mich auf Eure Anregungen!

21 Mai

Spaghetti mit Tomatensauce

Spaghetti mit Tomatensauce – der ewige Klassiker. Günstig und schnell mit wenig Zutaten zubereitet. Beliebt bei Jung und Alt.

Spaghetti mit Tomatensauce

Vorausgesetzt, es sind einige Grundzutaten und Gewürze im Haus, muss man auch nur Spaghetti und passierte oder stückige Tomaten kaufen. Beim Discounter oder im Bioladen gibt es schon gute Hartweizen-Spaghetti ab ca. EURO 0,39/500 g (Stand 02/2018). Die Vollkornvariante in Bioqualität bekommt man für ca. EURO 0,75/500 g. Ein Tetrapack passierte Tomaten kostet ca. EURO =0,35/500 ml. Für zweimal zwei Portionen, die wirklich satt machen, reichen in etwa 250 g Trockenteigwaren aus. D.h., es bleiben locker noch 2 Portionen Spaghetti übrig, die man ein andermal mit einer anderen Sauce servieren kann. Oder süß mit in etwas Butter leicht karamellisiertem Zucker und Zimt. Die Mengenangaben sind natürlich individuell variabel. Zwischen 80 und 120 g sind in der Regel pro Portion ausreichend. Ich koche ja meistens ohne Rezept, bei Chefkoch habe ich mal den Pro Kopf Bedarf nachgeschaut. Da es sich um keine besonders fettige und reichhaltige Sauce handelt, kann man ruhig ordentlich bei den Spaghettis zugreifen.

Grundrezept für 2 Portionen für Spaghetti mit Tomatensauce

  • 160 – 250 g Spaghetti
  • Salz für das Kochwasser
  • 1 Tetrapack passierte Tomaten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Oliven- oder alternativ Rapsöl
  • Salz (alternativ etwas körnige Gemüsebrühe), Pfeffer, Oregano, Lorbeerblatt (wenn vorhanden), 1 Prise Zucker

Zuten für Spaghetti mit Tomatensauce

Zwiebel klein hacken und kurz in Olivenöl anbraten bis die Zwiebeln glasig sind. Danach die Tomaten hinzugeben und zusammen mit den Gewürzen leicht köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Spaghetti lt. Anleitung auf der Verpackung bissfest kochen. Einige Löffel vom Spaghettiwasser zur köchelnden Sauce geben. Im Kochwasser sind Mineralstoffe, die gesund sind und die sonst nur weggeschüttet werden.

Aufpeppen lässt sich das Gericht mit etwas geriebenem Käse. Wer mag, kann auch einen kleinen Schuss Rotwein in die Sauce geben und 1 – 2 TL körnige Brühe statt Salz.