19 Aug

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz

Der erste Trinkbrunnen in Köln befindet sich seit Sommer 2018 auf dem lange Zeit vernachlässigten Kurt-Hackenberg-Platz im Durchgang vom Kölner Hauptbahnhof zur Altstadt, eingebettet zwischen Philharmonie, Museum Ludwig und Römisch-Germanischem Museum. Der Kurt-Hackenberg-Platz bot lange Zeit keinen schönen Anblick und musste stellenweise lange als Aufbewahrungsort für Baumaterial herhalten, obwohl der historische Bereich des Platzes zum Kulturbereich „Via Culturalis“, wo früher der Bischofsgarten stand, gehört.

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz – vorne Teil der 22 m langen modularen Sitzelemente aus Grauwacke

Erster Trinkbrunnen in Köln – nahe städtischen Museen, Kölner Philharmonie, Dom und Film-Forum

Die Leser meines Blogs wissen, dass ich absoluter Fan des Kölner „Philharmonie Lunchs“ bin. Bei meinem letzten Besuch fiel mir auf, dass der Platz komplett begehbar und nicht mehr eingezäunt war und Bäume gepflanzt worden waren. Sogar steinerne Sitzgelegenheiten laden neuerdings zum Ausruhen ein. Der Brunnen war auch schnell entdeckt und ich hätte bei der Hitze gerne getrunken, traute mich aber mangels eines fehlenden „Trinkwasser-Schildes“ nicht. Meine Neugier war geweckt. Ein Fall für Vita-Oeconomica! Die Kölner Philharmonie, die städtischen Museen und das Film Forum, lauter Orte, die ich sehr mag und zu bestimmten Zeiten sogar kostenlos besuchen kann, und dann noch ein Ort, wo man sich ausruhen und seinen Durst löschen kann, perfekt! Wieder zuhause, fing ich an, über den Kurt-Hackenberg-Platz zu recherchieren. Der direkt vor dem Hotel Mondial gelegene Platz war, wie gesagt, ca. 15 Jahre vernachlässigt worden. Um den Kölner Bürgern einen angenehmen Ort im Durchgang zwischen Bahnhof und Altstadt zu bieten, gab die Stadt Köln eine Ausschreibung für die Neugestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes aus, die der Liechtensteiner Landschaftsarchitekt Günther Vogt gewann. Der Kurt-Hackenberg-Platz wurde nach seinen Plänen umgebaut.

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz – beschattet von japanischen Schnurbäumen

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz – im Hintergrund das Hotel Mondial

Erster Kölner Trinkbrunnen – Details

Der Platz wurde als puristischer Stadtgarten gestaltet und mit japanischen Schnurbäumen bepflanzt, um den Trinkenden Schatten zu spenden. Herzstück ist der aus drei Teilen bestehende, bronzene Trinkbrunnen. Der Brunnen soll als Instrument verstanden werden: das Brunnenelement mit Auffangschale, dem trichterartigen Hörelement und dem unterirdischen Resonanzkörper. Der Trinkbrunnen kann als Instrument, das Wasser als Spielerin oder Spieler verstanden werden. Zum Ausruhen dienen die beiden 22 m langen, an der Straße gelegenen, modularen Sitzelemente aus hochwertiger Grauwacke (regionales Urgestein aus dem Bergischen). Dort sitzend schaut man entweder auf die lebhafte Umgebung und den Kurt-Hackenberg-Platz mit Trinkbrunnen oder zu den hoch oben trohnenden Domtürmen und die Treppe in Richtung Dom.

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz – mit meinem neuen Gebrauchtrad vom nach dem Fahrraddiebstahl sooo hilfsbereiten Fahrradengel Kratsios

Erster Kölner Trinkbrunnen – nicht ganz unumstritten

Der Umbau des Platzes wurde heftig diskutiert; denn letztendlich wurden dafür 3,7 Mio EURO ausgegeben und damit wesentlich mehr als ursprünglich einkalkuliert. Die Bauzeit zog sich länger hin als geplant.

Da der Kurt-Hackenberg-Platz nun fertig gestaltet ist und uns jetzt wohl im Herzen von Köln für lange Zeit in dieser Form erhalten bleiben wird, begrüße ich den Trinkbrunnen an diesem zentralen Ort sehr; gerade auch für Menschen, die durstig sind und kein Wasser oder Geld dabei haben. Die Idee, hier einen Trinkbrunnen aufzustellen, finde ich persönlich sehr gut; ob euch der Trinkbrunnen gefällt und an ein Instrument oder etwas ganz anderes erinnert, könnt ihr bei einem Besuch selbst entscheiden. Beim Wasser handelt es sich jedenfalls um Trinkwasser, das ist m. E. die Hauptsache.

Erster Kölner Trinkbrunnen – Das „Trinkwasser-Schild“ ist endlich da!

Nach einigem Hin und Her ist das Schild nun da! Klein und unscheinbar, von Split und Laub fast verdeckt, habe ich es gefunden und für euch fotografiert. Nun weiß endlich jeder, dass es sich um Trinkwasser handelt. Ein bißchen gucken muss man schon, wie gesagt: klein, unscheinbar und Grau in Grau. Das Wasser plätschert von April bis Oktober. Hier hätte es mir allerdings besser gefallen, wenn der als eine Art „Instrument“ zu verstehende bronzene Brunnen über einen Knopf verfügen würde, um den Wasserstrahl an- bzw. auszumachen; denn das stete Plätschern verbraucht ca. 200 m³ gutes Trinkwasser im Jahr, wovon leider das meiste versickert.

Der Platz macht sich so langsam wirklich und die steinernen Ruheelemente werden eifrig benützt. Super finde ich auch, dass das „Reissdorf“, das Restaurant im EG des Hotels Mondial schöne Tische und Stühle rausgestellt hat, wo man sehr bequem sitzen und den Kölner Dom bestaunen kann.

Wer wie ich auf schattige Plätzchen mitten in der Stadt mit kulturellem Flair steht, dem möchte ich gerne den Besuch des Willi-Ostermann-Platzes (nur einige Minuten zu Fuß entfernt) mit dem berühmten Willi-Ostermann-Brunnen (kein Trinkwasser!) empfehlen.

21 Feb

Philharmonie Köln – PhilharmonieLunch kostenlos

Philharmonie Köln - Deckenkonstruktion

Beim kostenlosen PhilharmonieLunch in der Kölner Philharmonie gibt es zwar nichts für den Magen, aber umso mehr für die Ohren. Und das fast jeden Donnerstag! Das Projekt PhilharmonieLunch wird von der Köln Musik in Zusammenarbeit mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Gürzenich-Orchester Köln ermöglicht.

Die Philharmonie Köln bietet fast jeden Donnerstag den kostenfreien PhilharmonieLunch

An vielen Donnerstagen bietet die Kölner Philharmonie allen Musikinteressierten ab frühestens 3 Jahren die Möglichkeit, eine halbe Stunde kostenlos Proben beizuwohnen. Die Musikerinnen und Musiker, Dirigenten und Künstler treten in Alltagskleidung auf, was  dem Musikgenuss absolut keinen Abbruch tut. Geprobt werden normalerweise Stücke, die zeitnah zur Aufführung anstehen, sodass es möglich ist, sich schon mal in eine Aufführung probeweise „reinzuhören“ oder wenigstens eine halbe Stunde der anstehenden Aufführungen zu erleben, falls die Karten bereits ausverkauft sein sollten.

Philharmonie Köln - Deckenkonstruktion

Philharmonie Köln – PhilharmonieLunch – Deckenkonstruktion

Der PhilharmonieLunch ist ein wahrer Ohren- und Augenschmaus und daher sehr beliebt. Seit Herbst 2018 gelten neue Veranstaltungszeiten. Der PhilharmonieLunch beginnt um 12.00 Uhr, also solltet ihr spätestens um 11.30 da sein.

Uups, dachte ich, als ich super pünktlich auf der Treppe zwischen Museum Ludwig und Römisch-Germanischem Museum neben dem neu angelegten Kurt-Hackenberg-Platz stand und die lange Warteschlange erblickte. Meine Sorge, keinen Platz mehr zu erwischen, erwies sich dann als völlig unbegründet. Nachdem die Türen geöffnet waren, verteilte sich das Publikum rasch auf den verschiedenen Stockwerken. Nach Saalöffnung fand  ich einen sehr schönen Platz mit gutem Blick. Der Saal füllte sich zu schätzungsweise 90 %. Zu meinem Erstaunen gab der Dirigent sogar eine kurze Einführung, was ich nicht erwartet hatte. Und schon ging es los. Es war ein ganz wunderbares Erlebnis und ich fühlte mich reich beschenkt. Der einzige Wermutstropfen: Die halbe Stunde ging viel zu schnell vorbei! Seither besuche ich den PhilharmonieLunch wann immer ich kann und entwickle langsam ein gewisses Gespür für die verschiedenen Dirigenten und beobachte für mein Leben gern die Musiker bei ihrem Spiel.

Philharmonie Köln - PhilharmonieLunch

Philharmonie Köln – PhilharmonieLunch – Keine Panik! Die Warteschlange löst sich rasch auf.

Philharmonie Köln - PhilharmonieLunch

Philharmonie Köln – PhilharmonieLunch, gleich gehts los!

PhilharmonieLunch mit kostenlosem Besuch der Städtischen Kölner Museen und noch mehr Kultur verbinden

Es lohnt sich unbedingt, an einem Donnerstag den Besuch des PhilharmonieLunchs mit einem Spaziergang in der Altstadt oder am Rhein entlang zu verbinden und im Anschluss eines der sehenswerten Kölner Museen zu erkunden, was ebenfalls bei Beachtung diverser Regeln kostenlos möglich ist. Welche Personengruppen an den meisten ersten Donnerstagen des Monats bzw. sogar die ganze Woche über freien Eintritt zu den Städtischen Kölner Museen haben, findet ihr auf meinem Beitrag „Kölner Museen kostenlos besuchen“.

Ich selbst habe den PhilharmonieLunch bei meinen Recherchen zum Filmforum entdeckt und gleich eine Bereicherung für Vita Oeconomica gewittert; denn die KölnMusik bietet in Kooperation mit der Kino Gesellschaft Köln z.B. Stummfilme mit Livemusik, Dokumentationen über Filmmusikkomponisten oder auch Filme mit besonderer Musik und Musikerportraits an. Auf meinem Blog findet ihr Infos zum Filmforum Köln und eine Verlinkung zum Veranstaltungsplan.

Kaffee trinken und Essen gehen sind auch noch drin

Mit etwas Planung könnt ihr also viel Kultur in Köln kostenlos genießen und euch sogar noch einen Café- oder Restaurantbesuch leisten. Und Sightseeing ist auch dabei! Unweit der Kölner Philharmonie und einiger Museen befinden sich ein paar empfehlenswerte Cafés und Restaurants, die ich meistens durch Zufall oder auf Empfehlung von Freunden entdeckt habe und die preislich angenehm und gut zu Fuß oder nach kurzer Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Hier einige Vorschläge.

Eine schöne Möglichkeit für Senioren, den PhilharmonieLunch mit einem vorherigen Frühstück oder einem anschließenden Beisammensein zu erleben und Leute kennenzulernen, habe ich auf feierabend.de gefunden.

Ich wünsche euch ein wunderbares Hörvergnügen und freue mich, wenn ihr eine besonders schöne musikalische halbe Stunde in der Philharmonie Köln erlebt und mit den anderen kulturellen und kulinarischen Vorschlägen auf meiner Seite miteinander kombinieren könnt. Viel Spaß!

Mehr Informationen zum PhilharmonieLunch.

12 Sep

Kölner Museen kostenlos besuchen

Kölner Museen kostenlos besuchen können alle KölnerInnen und alle Schüler jeweils am 1. Donnerstag (Köln-Tag) eines Monats (gilt nicht für Feiertage) sowie Geburtstagskinder. Diese Regelung bezieht sich auf die unten genannten städtischen Kölner Museen. Für KölnPass Inhaber, Geburtstagskinder und unter 18-Jährige ist der Besuch sogar an jedem Eintrittstag kostenlos! Neu ab 2019: Der Eintritt in die Sonderausstellungen neben den ständigen Sammlungen ist ebenfalls frei. Als Eintrittskarte reicht der Personalausweis oder ein vergleichbares Dokument. – Habt ihr das gewusst?

Durchgang zwischen den Museen

Kölner Museen kostenlos besuchen – Durchgang zwischen den Museen mit Blick auf Kölner Hauptbahnhof – wenige Meter weiter der erste Trinkbrunnen Kölns am 2018 neu angelegten Kurt-Hackenberg-Platz

Museum Ludwig – Hockney-Graphik

Hock­ney/Hamil­ton im Museum Ludwig. Ex­pand­ed Graph­ics

Neuer­wer­bun­gen und Ar­beit­en aus der Samm­lung, mit zwei Fil­men von James Scott 19.1. – 14.4.2019

Es gibt neun städtische Kölner Museen, die die Stadt aus eigenem Etat pflegt! Neben dem Kölner Dom, den Zeugnissen der römischen Zeit, den romanischen Kirchen und einer bunten Kulturszene gibt es noch jede Menge Kunst und Kultur zu entdecken. Und da vita-oeconomica eine Seite ist, die sich besonders an Menschen mit kleinerem Budget wendet, freue ich mich, dass Kölnern und allen Schülern die Möglichkeit geboten wird, die städtischen Kölner Museen kostenlos zu besuchen und Kultur zu geniessen.

Kölner Museen kostenlos besuchen

Aufstellung der städtischen Kölner Museen

  • Museum Ludwig
  • Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
  • Römisch-Germanisches Museum
  • Museum für Angewandte Kunst
  • Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
  • Museum Schnütgen
  • Museum für Ostasiatische Kunst
  • Kölnisches Stadtmuseum
  • NS-Dokumentationszentrum
  • Praetorium

Wer noch kann die genannten Kölner Museen kostenlos besuchen?

Kostenloser Eintritt außerdem an jedem Öffnungstag  für folgende Personengruppen:

  • KölnPass-Inhaberinnen und -Inhaber
  • Schülerinnen und Schüler – nicht nur aus Köln
  • unter 18-jährige Kölnerinnen und Kölner
  • Kölnerinnen und Kölner am Tag ihres Geburtstags

Als Eintrittskarte gilt der KölnPass, der Schülerausweis oder der Personalausweis. Öffnungszeiten findet ihr auf den Seiten der Stadt Köln.

Kölner Museen kostenlos besuchen. Originalgetreu nachgebauter Reisspeicher im Rautenstrauch-Joest -Museum

Auf meinen monatlichen Museumstag freue ich mich schon Tage vorher und versuche, den kostenlosen PhilharmonieLunch mit einzubeziehen! Ich bereite mich ein wenig vor; denn die meisten Museen haben gemeinsam, dass sie sehr weitläufig sind. Eine grobe Planung ist daher sinnvoll, um zum einen aufnahmefähig zu bleiben und zum anderen die Füße etwas zu schonen. In den Cafeterias der Museen mache ich gerne zwischendurch ein Päuschen. Das gehört dazu! – Ich habe ja den Eintritt gespart…  Im Rautenstrauch-Joest-Museum und im MAKK (Museum für Angewandte Kunst) hat es mir gleich so gut gefallen, dass ich mehrfach dort war.

Ich liebe auch das Käthe Kollwitz Museum, das allerdings nicht zu den städtischen Museen gehört, sondern unter Trägerschaft der Kreissparkasse ist. Daher muss dort immer Eintritt bezahlt werden, wobei dieser sehr human ist und auch Ermäßigungen gewährt werden. Der Besuch lohnt sich! Käthe Kollwitz, die 2017 ihren 150. Geburtstag gehabt hätte, und zeitlebens mit ihrer Kunst Krieg, Hunger, Tod, Armut, politische Verhältnisse und persönliche Verluste verarbeitet hat, ist m. E. heute aktueller denn je!

Kölner Museen – Käthe-Kollwitz-Museum. Ein Werk von Käthe Kollwitz.

Meine Lieblings-Orte, Cafés und Restaurants in der Nähe der Kölner Museen

Vielleicht liegt meine Vorliebe für diese drei Museen darin begründet, dass ich so ganz nebenbei in der Nähe weitere besondere Orte für mich rein zufällig und quasi im Vorbeigehen entdeckt habe, auf die ich als Neu-Kölnerin und schwäbische Älblerin sonst gar nicht oder viel später aufmerksam geworden wäre. Gleich neben der Philharmonie befindet sich der 2018 neu angelegte Kurt-Hackenberg-Platz mit Kölns erstem künstlerisch gestalteten Trinkbrunnen, wo man sich auf steinernen Sitzmodulen aus Urgestein aus dem Bergischen gemütlich ausruhen und ein Schlückchen Wasser aus dem Trinkbrunnen schlürfen kann. Wer den ganzen Tag Zeit hat und außer auf Kultur noch auf Anderes Lust hat, kann den Köln-Tag z. B. mit dem Besuch eines der Kölner Wochenmärkte verbinden.

In der Nähe des Rautenstrauch-Joest Museums entdeckte ich in der Neumarkt Passage unterhalb des Käthe Kollwitz Museums

Kölner Museen kostenlos besuchen – Brunnen in der Neumarkt Passage unterhalb des Käthe Kollwitz Museums

diesen schönen Brunnen sowie einen herrlich angelegten privaten Garten zwischen Rautenstrauch-Joest-Museum und Agrippabad. Nicht zu vergessen die Gedenktafel von Willi Ostermann am Neumarkt. – Ich staune immer wieder, dass viele meiner Kölner Bekannten diese schönen Ecken (noch) gar nicht kennen oder bewusst wahrgenommen haben.

In den Museen gibt es abschließbare kostenlose Schränke, wo ihr eventuelle Mitbringsel und Einkäufe einschliessen bzw. „zwischenparken“ könnt.

Café „Villa Mathilde“ in Deutz

Wer nach Kultur oder dazwischen Lust auf einen Abstecher in ein wunderbar originelles Café mit Omas Wohnzimmercharme hat, überquert entweder zu Fuß die Deutzer Brücke oder nimmt die Straßenbahn bis zur Deutzer Freiheit. Von dort aus sind es nur wenige Gehminuten an St. Heribert, auch Düxer (Deutzer) Dom genannt (dreischiffige Pfeilerbasilika mit Heribertschrein, wo die Reliquien des Erzbischofs Heribert von Köln aufbewahrt werden), vorbei bis zum Café „Villa Mathilde“ in der Mathildenstraße 27.  Der Besitzer hat das Café derart liebevoll und detailverliebt eingerichtet, dass ich mich gleich in dieses Kleinod mit seinen gemütlichen Sitzgelegenheiten, Sesseln und Sofas, verliebt habe.  Was mir ganz besonders positiv aufgefallen ist: Durch die Anordnung des Mobiliars kann man gar nicht anders als mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Der Wirt hätte locker noch ein oder zwei Tische in das kleine Café stellen können, hat sich aber ganz offensichtlich für mehr Atmosphäre und weniger Umsatz entschieden. Das gefällt mir ganz besonders gut!

Kölner Museen kostenlos besuchen – Café Villa Mathilde in Deutz

Wir sind sehr freundlich vom Eigentümer bedient worden. Die Speisekarte bietet diverse Frühstücksvarianten, Waffeln am Wochenende, Kaffeespezialitäten, Tees und feine Kuchen und auch eine Auswahl an regional gebrauten Bieren und Erfrischungsgetränken. Die hochwertigen Kaffees werden von Schamong, der ältesten Kölner Kaffeerösterei, bezogen. Außerdem gibt es herzhafte Suppen und Eintöpfe. Die Preise sind moderat. Monika und Bernd, meine Nachbarn und Bekannten, hatten mir schon vor einiger Zeit dieses Café empfohlen und endlich war ich dort. – Ich muss euch an dieser Stelle, und ich kann es einfach nicht bleiben lassen, noch von der blitzsauberen, phantastischen Toilette berichten. Wäre das Café selbst nicht so gemütlich und wäre ich nicht in Begleitung gewesen, hätte ich echte Schwierigkeiten gehabt, mich von diesem Örtchen loszureißen. Es gibt soooo viel zu gucken… Vom Spitzendeckchen, über Haarpflegeutensilien bis hin zu der nostalgisch verpackten Flüssigseife namens „Muttis Spucke“. Ach, mir ist nach dieser Entdeckung richtig das Herz aufgegangen und spätestens da wusste ich: Das ist ein Fall für Vita Oeconomica! – Ein Besuch ist also ein absolutes Muss! – Finde ich. Schaut am besten mal persönlich bei Villa Mathilde vorbei und genießt die zauberhafte, angenehme  Atmosphäre. Letzte Woche war ich wieder in der Villa Mathilde und habe ein für mich neues, sooo köstliches Getränk gefunden: Wostok Limo Lavendel-Rosmarin. Meine Begleiterin Ela fühlte sich in diesem „Wohnzimmer-Café“ ebenfalls sofort wohl.

Kölner Museen kostenlos besuchen – Café Villa Mathilde in Deutz

Kölns älteste Kaffeerösterei Schamong in Ehrenfeld

Und da ich, wie ihr wisst, gerne den Dingen auf den Grund gehe und neugierig bin, habe ich auf meiner Agenda den Besuch der Kaffeerösterei Schamong in der Venloer Straße 535 in Köln Ehrenfeld vermerkt und war in der Zwischenzeit dort. Schaut euch die Bilder an, es ist ein Ort mit viel Atmosphäre und engagiertem und freundlichen Personal. Ein paar wenige Plätze laden zum Verweilen ein und ich kam sofort mit anderen Gästen ins Gespräch. Ganz toll finde ich, dass die angebotenen Kaffees alle auch tassenweise bestellt werden können, bevor man sich für eine Sorte entscheidet, die dann frisch nach Wunsch gemahlen wird. Ich habe mich für „Ehrenfeld Spezial“, eine eher milde Mischung, entschieden. Vom Hielscher Hof kommt die frische Biomilch. Eine kleine Auswahl an Keksen wird ebenfalls angeboten. – Guter Kaffee, schöne Atmosphäre und viel zu gucken. Was will man mehr? Geröstet wird vorwiegend bis etwa 14.00 Uhr.

Schamong Kaffeerösterei und Café in Köln-Ehrenfeld

Schamong Kaffeerösterei und Café in Köln-Ehrenfeld

In der Schamong Kaffeerösterei gibt viel zu entdecken

In der Schamong Kaffeerösterei in Ehrenfeld gibt es viel zu entdecken

Nun ist die Schamong Rösterei etwas entfernt von den Städtischen Museen, kann aber perfekt mit einem Besuch des Wochenmarktes In Köln Ehrenfeld auf dem Neptunplatz oder einem Abstecher in Kölns kleinste Brauerei, dem „braustelle“, die u.a. die neue Markthalle beliefert, verbunden werden, wenn ihr nicht den ganzen Tag in den Museen verbringen wollt. Oder ihr fahrt einfach mal nach Ehrenfeld, wo es noch viel mehr zu entdecken gibt.

Qing Dao an der Deutzer Freiheit – chinesische Spezialitäten und Buffet in der Nähe einiger Kölner Museen

Bei einem meiner Streifzüge und Recherchen zum Wochenmarkt in Deutz fand ich mit hungrigem Magen rein zufällig direkt gegenüber der Straßenbahnhaltestelle „Deutzer Freiheit“ das chinesische Restaurant „Qing Dao“.

Kölner Museen kostenlos besuchen – Stärkung zwischendurch im China Restaurant Qing Dao an der Deutzer Freiheit

Das vielseitige Angebot umfasst ein tägliches Mittagsbuffet zwischen 11.30 – 15.00 Uhr und Abendessen von 17.30 bis 23.00 Uhr zu äußerst attraktiven Preisen (bei Abholung werden 10 % Rabatt gewährt, keine Lieferung). Adresse: Mindener Str. 4, 50679 Köln-Deutz. – Ein Blick auf die Speisekarte und eine kurze Inaugenscheinnahme des appetitlich aufgemachten Buffets ließen mich sogleich vermuten: Das ist ein Fall für Vita Oeconomica!  Das Mittags-Buffet kostet pro Person 7,50 EURO (Stand Januar 2018) und wer à la carte essen möchte, findet eine Fülle an auch besonders ausgefallenen Gerichten. Ein gutes Zeichen scheint mir zu sein, dass viele chinesische Gäste da sind.

Mein Fazit: absolut empfehlenswertes Lokal, besonders für das Mittagsbuffet von Montag bis Samstag, mit prima Verkehrsanbindung direkt an der Deutzer Freiheit oder fußläufig von der Stadt aus über die Deutzer Brücke erreichbar. Prima Lage, wenn ihr eine Tour durch Köln macht und am Rhein entlang gehen oder die Rheinterrassen sehen und/oder einige meiner Lieblingsorte in Köln besuchen wollt. Keine langen Wartezeiten.

Weitere meiner Lieblingsorte in Köln findet ihr hier.