10 Dez

Tag des offenen Denkmals in Köln

Es fiel mir etwas schwer, ein bewältigbares Programm für den Tag des offenen Denkmals zusammenzustellen; denn stolze 150 Angebote lockten den Besucher. „Entdecken, was uns verbindet“ war das Motto von 2018. Seit 25 Jahren findet am 2. Sonntag im September der Tag des offenen Denkmals bundesweit statt.

Wir glücklichen KölnerInnen und Köln-Besucher hatten sogar das große Vergnügen, bereits am Samstag viele der Angebote wahrnehmen zu können. Also ein ganzes „Denkmalwochenende“, um uns nachhaltig über Denkmalschutz- und -pflege, Geschichte und Kultur zu informieren und viele Gebäude und Denkmäler zu besuchen, die sonst nicht oder nur selten zu besichtigen sind oder sich in einer Umbau- oder Restaurierungsphase befinden.

Ursprünglich stand auf meiner Liste ganz oben die Besichtigung des Prunkgebäudes der Flora. Glücklicherweise fand ich dann durch Zufall heraus, dass das Gebäude von innen nicht am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden konnte, was ich immer noch außerordentich schade finde. Alternativ wurde eine fachkundige Führung durch ganzjährig öffentlich zugänglichen Anlagen der Flora angeboten. – Also änderte ich meinen groben Besichtigungsplan kurzfristig.

Mein Wunsch, Pater Noster in der IHK zu fahren und dieses besondere, bei Dunkelheit so schön strahlende Gebäude, zu besuchen, rutschte nach oben. Aber Pustekuchen, Anmeldeschluss für die Führung war bereits verstrichen. Ich versuchte es dennoch und erhielt umgehend eine sehr freundliche, positive Antwort.

Hotel Stadtpalais – ehemaliges Kaiser-Wilhelm-Bad

Ela, eine Kölner Kunsthistorikerin und Malerin und passionierte Radfahrerin hatte große Lust, am Samstag mit mir auf Denkmalreise zu gehen. In der Frische des Morgens starteten wir mit den Rädern von unseren jeweiligen Standorten aus nach Deutz zum zwischen 1913/14 erbauten Kaiser-Wilhelm-Bad, das auch Deutz-Kalker Militärbad genannt wird und heute das feine Günnewig „Hotel Stadtpalais“ in der Nähe der Lanxess Arena beherbergt. Seit ich vor 5 Jahren vor unserem Umzug nach Köln bei einem Aufenthalt im „Hotel Stadtpalais“ die alten Fotos des ehemaligen Bades entdeckte, hegte ich den Wunsch, dieses wunderschöne alte Bad zu besuchen. Es war bereits 1996 geschlossen worden und leider nicht öffentlich zugänglich. Am Tag des offenen Denkmals 2018 war es endlich so weit! Das Bad durfte nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Nach der anstrengenden Anfahrt per Rad gönnten wir uns als Einstand für unseren Tag des offenen Denkmals ein wunderbares, erschwingliches Frühstück in angenehmer Atmosphäre des Hotels mit umsichtiger Bedienung.

Ehemalige Deutz-Kalker Militärbadeanstalt im Hotel Schlosspalais in Deutz

Das Deutz-Kalker Bad und die Volksbibliothek Vorster wurden nach Plänen des bekannten Kölner Architekten Hans Verbeek 1913/14 errichtet. Der Kölner Unternehmer Fritz Vorster (Inhaber der Chemischen Fabrik Kalk) finanzierte den Bau der Bibliothek mit einer zweckgebundenen Schenkung. In seiner Blütezeit wurde das Deutz-Kalker Bad als Militärbadeanstalt und Boxschule betrieben und überstand beide Weltkriege. Seit 1996 hielt dieses besondere Kleinod einen Dornröschenschlaf und erhält dank hoher Investitionen und großem Engagement der Betreiber eine jedes Detail beachtende, nachhaltige Renovierung.

Besichtigung eines Teiles des renovierten Hotels und des ehem. Kalk-Deutzer Bades

Ab 11.00 Uhr durfte das denkmalgeschützte Gebäude besichtigt werden und wie erstaunt waren wir, als die Investoren persönlich, Hoteldirektor Siewert und Brauereibesitzer Dr. Heribert Landskron-Reissdorf, schon am Samstag mit Führungen starteten. Wir waren in Herrn Siewerts Gruppe, der uns äußerst fachkundig durchs Haus führte, Fragen beantwortete und auf viele Details aufmerksam machte. Wir erfuhren viel über Geschichte, Architektur sowie die Herausforderungen bei der hochwertigen Restaurierung des Gebäudes. Die Restaurierungsarbeiten waren bereits weit fortgeschritten. Selbst die alten Umkleidekabinen wurden liebevoll restauriert und bleiben erhalten.

Tag des offenen Denkmals 2018 – Original restaurierte Umkleidekabinen. Gleich kommt Miss Marple mit Badekappe raus…

In nicht allzulanger Zeit, geplant ist ca. Ende Februar 2019, öffnet in der ehemaligen, prunkvollen kaiserlichen Badeanstalt ein Restaurant, wobei die oben gelegenen Balkone und Nischen mit einbezogen werden. Nur das Schwimmbecken wird nicht mehr sichtbar sein. Herr Siewert kündigte moderate Preise an, so dass auch Normalsterbliche ihr Bierchen trinken und das Restaurant besuchen können. (Ich werde berichten, sobald die feierliche Eröffnung fest steht). Die noch original erhaltenen großen Buntglasfenster und Wandgemälde von Ernst Wille im Treppenhaus, seine Mosaiken an der Aussenfassade sowie neben dem Eingang sind – wie die im Frühstücksrestaurant eingebettete Vorster-Bibliothek und die von Alfred Biolek eingerichtete Bar – schon heute sehr sehenswert.

Tag des offenen Denkmals 2018 – Hotel Stadtpalais, ehem. Deutz-Kalker Bad

Nach ca. 1 1/2-stündiger fachkundiger Führung genossen wir die Sonne hinter dem Hotel und machten uns auf in Richtung Deutzer Freiheit. Kurz entschlossen fuhren wir durch die ruhigen, ohne die üblichen Billigläden und Imbisslokale übersäten, teils kopfsteingepflasterten Straßen, hinter dem Deutzer Dom und ich hatte spontan die Idee, Ela auf dem Weg das wunderschöne „Wohnzimmercafé“ und Restaurant Villa Mathilde zu zeigen. Natürlich mussten wir kurz dort verweilen und köstliche Limo und feinen Schamong-Kaffee trinken.

Industrie- und Handelskammer zu Köln – IHK

Weiter gings mit dem Rad über die Brücke in Richtung Börsenviertel zum IHK-Gebäude. Wir waren etwas zu früh dran, fanden aber eine gemütliche Bank in der Sonne vor der IHK und dem liebevoll „Schaschlik“ genannten Springbrunnen.

Bald begann die Führung durch das blitzeblank gepflegte, 1951/52 nach Plänen des Architekten Karl Hell errichtete IHK-Gebäude, das durch eine Sanierung für heutige Anforderungen an Technik, Sicherheit und moderne Arbeitsplatzansprüche, sowie als Eventlocation fit gemacht werden soll. Der gut gelaunte stellv. Hauptgeschäftsführer und Geschäftsleiter Standortpolitik Dr. Ulrich Soénius, der mich so freundlich eingeladen hatte, führte uns persönlich durch das teilweise unter Denkmalschutz stehende, eigentlich aus zwei kaum merkbar miteinander verbundenen Bauwerken bestehende Gebäude mit funktionaler Architektur.

IHK Köln – Blick von der Treppenhalle aus.

Es ging über lange Gänge und durch die hohe mit 16 Fenstern verglaste Treppenhalle, in dem regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen abgehalten werden, mit wunderschönem Messinggeländer und Ausblick zu diversen Sitzungssälen wie dem berühmten Börsensaal mit Originalparkett und unter Denkmalschutz stehenden Telefonkabinen, dem Camphausen Saal und Besprechungsräumen, wo wir an eigens für das Gebäude hergestellten hochwertigen Originaltischen und -stühlen Platz nehmen durften. Immer noch sehr bequem.

IHK-Köln – Original Telefonkabinen im Börsensaal (aus welcher der Türen kommt James Bond?)

Sehr kurzweilig erzählte Herr Soénius über Historie, Architektur und Nutzung des IHK-Gebäudes. Für Heiterkeit sorgte auch so mancher Einrichtungs-Fauxpas innerhalb des Gebäudes, das häufig ausländische Gäste empfängt, aber auch Künstler und Schauspieler. Sogar Filmszenen werden hier gedreht (u. a. Tatort Münster, Cobra 11 etc.). Herr Soévius´ Begeisterung für das Gebäude und dessen Erhaltung und Modernisierung übertrug sich auf uns und wir haben die Führung sehr genossen. Zum Abschluss wurden wir sogar zu einer bald anstehenden Vernissage im Treppenhaus der IHK eingeladen. Toll! Nur der Pater Noster blieb still; denn fahren dürfen nur Angestellte der IHK mit Sonderschulung. Nachvollziebar, trotzdem schade. (In der Zwischenzeit bin ich Pater Noster gefahren. In Begleitung. Toll!)

IHK Köln – Dr. Soénius vor dem Pater Noster

Oberlandesgericht Köln

Unsere Denkmaltour per Rad führte uns am Samstag noch zum Reichenspergerplatz und dem zwischen 1907 und 1911 erbauten Justizgebäude. Im Auftrag des preußischen Justizministeriums erstellte Paul Thömer Pläne für den Bau des imposanten Sandsteinbaus mit neubarocken Säulen und Skulpturenschmuck. Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg stark beschädigt und später renoviert. Das monumentale 4-geschossige Treppenhaus und die Kuppel konnten glücklicherweise erhalten werden.

Imposanter Treppenaufgang im Oberandesgericht Köln

Da wir bis etwa 16.30 in der IHK waren, verpassten wir die Samstags-Führung um 14.00 Uhr, so dass wir leider die Säle des Kölner OLG nicht besichtigen konnten. Das werde ich nächstes Jahr nachholen. Bei allem Verständnis für die parallel laufende Verkaufsausstellung fand ich es etwas befremdlich, dass am Tag des offenen Denkmals die Stockwerke für Verkaufsstände genutzt wurden. Gerne hätte ich die wunderschöne Architektur an diesem Tag ohne bunte Handwebteppiche und örtliche Spezialitäten genossen.

OLG Köln – am Tag des offenen Denkmals mit Verkaufsständen

Bastei – Riphan Bau

Am Sonntag setzte ich bei wunderschönem Sonnenschein meine Tour mit dem Rad am Rhein entlang bis zum Konrad-Adenauer-Ufer 80 fort, um die Bastei endlich mal von innen zu besichtigen. Auf Resten („Kapponiere“) eines preußischen Befestigungsturms entstand im Jahre 1924 nach Plänen des Architekten Wilhelm Riphahn dieses außerordentliche Gebäude aus Stahl und Glas im expressionistischen Stil. Das Innere wurde mehrfach umgebaut, wurde im Krieg stark zerstört und Riphan persönlich leitete 1959 den Wiederaufbau. 1985 wurde der Bau grundlegend saniert und zwischen 1995 und 1997 modernisiert. Der Riphan-Bau, auch Bastei genannt, ist seit jeher berühmt für seine wunderbare Aussicht auf den Rhein und die Stadt Köln und beherbergte zwischenzeitlich auch ein bekanntes Sterne-Restaurant. Ich war sehr erstaunt, wie gut erhalten und gepflegt das Restaurant, das für außergewöhnliche Events für bis zu 180 Personen genutzt werden kann, ist. Seit 2009 können hier sogar standesamtliche Trauungen stattfinden.

Bastei seit 2018 in Besitz der Stadt Köln

2018 wurde das Gebäude glücklicherweise nach einigem Hin und Her von der Stadt Köln gekauft, die es nach den neuesten baulichen Erfordernissen renovieren möchte. Daher war mir sehr wichtig, das Gebäude noch dieses Jahr von innen zu besichtigen, bevor die Renovierungsarbeiten beginnen.

Bastei von aussen

Tag des offenen Denkmals 2018 – Bastei von aussen

Tag des offenen Denkmals 2018 – Bastei, Blick auf die Domstadt

Historisches Rathaus Köln

Es war schön, nach der eingehenden Besichtigung der Bastei am Rheinufer in der Sonne zu sitzen und das Treiben auf dem Fluss und die flanierenden Menschen mit der unverwechselbaren Silhouette Kölns im Hintergrund zu beobachten. Auch wenn es noch so schön war, dort zu verweilen, musste ich dann doch weiter, um das Historische Rathaus zu besichtigen. Ich radelte also zurück Richtung Hauptbahnhof, an der Philharmonie und dem Kurt-Hackenberg-Platz mit einem kurzen Besuch eines meiner Lieblingsplätze, dem Willi-Ostermann-Platz, vorbei. Über den Alter Markt zum Rathaus.

Tag des offenen Denkmals 2018 – Historisches Rathaus Köln

Da das Rathaus völlig überfüllt war, musste ich mich eine Weile bis zur nächsten Führung gedulden. Eine sehr kompetente Kunshistorikerin holte die große Gruppe der Wartenden am Eingang ab und erzählte uns lebhaft über die Geschichte des historischen Gebäudes und machte uns auf viele Details im Inneren und Äußeren und auch auf den Spanischen Bau aufmerksam. Das Historische Rathaus wurde bereits im 12. Jahrhundert von den freiheitsliebenden und selbstbestimmten KölnerInnen als „Haus der Bürger“ im ehemaligen Judenviertel erbaut. Der „Hansasaal“, den wir ebenfalls besichtigen durften, wurde um ca. 1330 errichtet, das bürgerliche Selbstbewusstsein wuchs und von 1404 bis 1414 wurde der Ratsturm mit dem prunkvollen „Senatssaal“ angefügt. Bestaunt werden darf die Rathauslaube aus dem 16. Jahrhundert (eines der wenigen noch erhaltenen Renaissancedenkmäler Kölns). Das Rathaus wurde im Krieg stark zerstört, aber wieder aufgebaut und ist seit dem 14.08.1972 unser Kölner Rathaus.

Tag des offenen Denkmals – Historisches Rathaus Köln

Tag des offenen Denkmals 2018 – Historisches Rathaus Köln

Leider konnte ich am „Tag des offenen Denkmals“ trotz meines treuen Rads, das mich schnell und umweltbewusst voran brachte, nur einen Bruchteil der herrlichen Denkmäler und Baumwerke besuchen, die Zeugnis geben von unserem bunten, weltoffenen Köln, das von zahllosen Handwerkern und Baumeistern von weither mit erbaut und nach den großen Kriegszerstörungen wieder aufgebaut wurde. Ohne die vielen ehrenamtlichen HelferInnen, die auf ihr Wochenende verzichtet haben, würde diese Fülle an Sehenswürdigkeiten niemals zustande kommen. Vielen Dank dafür! Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Tag des offenen Denkmals am 8.09.2019.

11 Sep

Meine Empfehlungen für Köln

Meine Empfehlungen geben meine kleine, persönliche Auswahl aus einer schier unendlichen Fülle von Veranstaltungen und Angeboten in unserem lebendigen Köln und Porz wieder. Mit wenig Text findet ihr hier einen kleinen Auszug meiner Lieblingsorte, kultureller Veranstaltungen und Events, die wiederkehrend oder einmalig sind und die ich selbst besuche und interessant für meine Leser finde.

Bisher habe ich diverse Veranstaltungstermine in die Artikel integriert. Mit diesem Beitrag wird mein Block etwas übersichtlicher. Er arbeitet bislang nicht kommerziell und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Perfektion. Deshalb meine Bitte: klickt die Links unter den Bildern bitte an und checkt Termine und Orte nochmals selber. Wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich die Termine zeitnah aktualisieren. Es handelt sich hierbei um Events, die wenig bzw. keinen Eintritt kosten. Aber auch um Märkte, Cafés und Lokale, die ich besuchenswert finde, weil sie ein besonderes Flair und/oder erschwingliche Preise oder andere liebenswerte Merkmale bieten. Institutionen, Läden etc., die mir besonders ans Herz gewachsen sind, werden auch ein Plätzchen bekommen.

Kunst und Design

Passagen Köln

Mit über 200 Shows von nationalen und internationalen Designern und Herstellern, die in Kölner Showrooms, Galerien, Museen und Hochschulen ausstellen, bieten die Passagen ein abwechslungsreiches Programm. Vom 14. bis 20. Januar eröffnen die Passagen zum 30. Mal die internationale Designsaison. Dann wird die Kölner Innenstadt für eine Woche zum Treffpunkt der internationalen Designszene und zum Mekka der Designhungrigen und Designtouristen. Hier gehts zum Programm.

Termin: 14.01.2019 bis 20.01.2019
Tickets: Eintritt frei

Essen und Trinken

Speiseplan Regenbogencafé HIVissimo

Spezieller Tip von meinem Vita-Oeconomica Leser Jörg:

Üblicherweise gibt es von Montag bis Freitag zwischen 12.00 bis 14.30 Uhr im Regenbogencafé ein täglich wechselndes Drei-Gänge-Menü für nur 5,50 Euro (mit Solicard 3 Euro – bitte Nachweis, z. B. Harz IV-Bescheid o. ä. , mitbringen. Dann bekommt ihr ggf. die Solicard) für alle BesucherInnen — Alle Speisen auch zum Mitnehmen. Derzeit gibt es aufgrund der ausgelaufenen Fördergelder keinen Mittagstisch. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und weiteren Hilfsangeboten vieler Menschen wurde mittlerweile eine Lösung gefunden und es wird ab ca. 4. Februar 2019 weitergehen. Checkt bitte selbst den aktuellen Stand. Hier geht’s zum aktuellen Speiseplan.

The Bar Bike

Barbike am 14.10.18 auf der Venloer Straße auf Höhe Aufzug Haltestelle Leyendecker Straße

Auf einem nächtlichen Spaziergang am heißen 14. Oktober 18 auf der Venloer sahen wir das Bar Bike vor einem Laden anlässlich einer Shop-Umgestaltung. Super Stimmung, tolle Cocktails, Summer Feeling und ein sehr sympathischer „Barkeeper“. Das Bike mit komplettem Inhalt auf kleiner fahrbarer Fläche gemietet werden. Der Barkeeper gehört zum Angebot dazu. Mehr über das Konzept etc. bitte über thebarbike@gmail.com erfragen.

Glashütte Porz

Jugend- und Gemeinschaftszentrum Glashütte Porz, einmal monatlich Sonntags-Frühstücksbrunch (Reservierung notwendig!), günstiger Mittagstisch unter der Woche in der „Zahlbar“. Ein Ort der Beschäftigung für die Freiwilligenagentur, AGH Mitarbeiter/innen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt, Schülerpraktikanten.

Villa Mathilde in Deutz

Villa Mathilde

Villa Mathilde

Villa Mathilde ruhig in Deutz nahe Deutzer Dom und Deutzer Freiheit. Ein „Wohnzimmer“-Café mit ganz viel Charme und Flair und freundlichen Gastgebern. Innen- und Aussenbewirtung.

Café Espresso Perfetto Köln

Café Espresso Perfetto, Köln

Café Espresso Perfetto, Köln. Neben Tollen Kaffeespezialitäten auch Baristazubehör und Kaffees

Hochwertige Kaffees, Barista-Zubehör, köstliche Kaffeespezialitäten und italienische Kuchen im Espresso Perfetto. Fixes, sehr freundliches Personal.

Jutta´s Suppenküche Köln Domplatte

Juttas Suppenküche, Domplatte Köln, jeden 2. Freitag im Monat

Jutta´s Suppenküche verteilt seit vielen Jahren eine heiße Suppe oder einen Eintopf, Lebensmittel und tlws. andere lebenswichtige Dinge an bedürftige Menschen auf der Domplatte in Köln jeden 2. Freitag.

Film/Veranstaltungen

Filmforum Köln

März – Dezember 2018 Filmgeschichten: Rache – Schuld – Vergebung

Filmforum im Museum Ludwig. Informationen und aktuelles Programm.

Ausstellungen in Köln

Hier finden Sie eine Übersicht mit den aktuellen Ausstellungen im Januar in den Kölner Museen.

Ausstel­lung im Museum Ludwig

Hock­ney/Hamil­ton. Ex­pand­ed Graph­ics Neuer­wer­bun­gen und Ar­beit­en aus der Samm­lung, mit zwei Fil­men von James Scott 19.1. – 14.4.2019

Wochenmärkte Köln

Wochenmarkt in Köln Nippes

Wochenmarkt in Köln Nippes inclusive Urlaubsfeeling. Von der Wilhelmstraße aus gesehen.

Gertie´s Käsestand – ein Highlight auf dem Wochenmarkt in Nippes.

Mehr Infos über diesen lebendigen Markt, wo man direkt am sogenannten Kölner „Tadsch Mahaal“ auch super Kaffee oder etwas anderes trinken kann und andere Wochenmärkte in Köln findet ihr unter Wochenmarkt in Köln Nippes mit Urlaubsfeeling.

Klassische Musik/Konzerte

Philharmonie-Lunch Köln

Philharmonie Köln - Deckenkonstruktion

Philharmonie Köln – Deckenkonstruktion

Öffentliche, halbstündige Proben der Kölner Philharmonie und des Gürzenich-Orchesters fast jeden Donnerstag. Beginn 12.00 Uhr, ca. 1/2 Stunde vorher da sein. Mehr Informationen und Programm.

Museen und Ausstellungen

Städtische Museen Köln

Javanischer Reisspeicher, Rautenstrauch-Joest Museum Köln

Fast jeden 1. Donnerstag im Monat kostenloser Besuch für Kölner und fast täglich für KölnPass Inhaber

Mehr Informationen zu Öffnungszeiten und Voraussetzungen für den kostenlosen Eintritt findet ihr hier auf dieser Website.

19 Aug

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz

Der erste Trinkbrunnen in Köln befindet sich seit Sommer 2018 auf dem lange Zeit vernachlässigten Kurt-Hackenberg-Platz im Durchgang vom Kölner Hauptbahnhof zur Altstadt, eingebettet zwischen Philharmonie, Museum Ludwig und Römisch-Germanischem Museum. Der Kurt-Hackenberg-Platz bot lange Zeit keinen schönen Anblick und musste stellenweise lange als Aufbewahrungsort für Baumaterial herhalten, obwohl der historische Bereich des Platzes zum Kulturbereich „Via Culturalis“, wo früher der Bischofsgarten stand, gehört.

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz – vorne Teil der 22 m langen modularen Sitzelemente aus Grauwacke

Erster Trinkbrunnen in Köln – nahe städtischen Museen, Kölner Philharmonie, Dom und Film-Forum

Die Leser meines Blogs wissen, dass ich absoluter Fan des Kölner „Philharmonie Lunchs“ bin. Bei meinem letzten Besuch fiel mir auf, dass der Platz komplett begehbar und nicht mehr eingezäunt war und Bäume gepflanzt worden waren. Sogar steinerne Sitzgelegenheiten laden neuerdings zum Ausruhen ein. Der Brunnen war auch schnell entdeckt und ich hätte bei der Hitze gerne getrunken, traute mich aber mangels eines fehlenden „Trinkwasser-Schildes“ nicht. Meine Neugier war geweckt. Ein Fall für Vita-Oeconomica! Die Kölner Philharmonie, die städtischen Museen und das Film Forum, lauter Orte, die ich sehr mag und zu bestimmten Zeiten sogar kostenlos besuchen kann, und dann noch ein Ort, wo man sich ausruhen und seinen Durst löschen kann, perfekt! Wieder zuhause, fing ich an, über den Kurt-Hackenberg-Platz zu recherchieren. Der direkt vor dem Hotel Mondial gelegene Platz war, wie gesagt, ca. 15 Jahre vernachlässigt worden. Um den Kölner Bürgern einen angenehmen Ort im Durchgang zwischen Bahnhof und Altstadt zu bieten, gab die Stadt Köln eine Ausschreibung für die Neugestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes aus, die der Liechtensteiner Landschaftsarchitekt Günther Vogt gewann. Der Kurt-Hackenberg-Platz wurde nach seinen Plänen umgebaut.

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz – beschattet von japanischen Schnurbäumen

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz – im Hintergrund das Hotel Mondial

Erster Kölner Trinkbrunnen – Details

Der Platz wurde als puristischer Stadtgarten gestaltet und mit japanischen Schnurbäumen bepflanzt, um den Trinkenden Schatten zu spenden. Herzstück ist der aus drei Teilen bestehende, bronzene Trinkbrunnen. Der Brunnen soll als Instrument verstanden werden: das Brunnenelement mit Auffangschale, dem trichterartigen Hörelement und dem unterirdischen Resonanzkörper. Der Trinkbrunnen kann als Instrument, das Wasser als Spielerin oder Spieler verstanden werden. Zum Ausruhen dienen die beiden 22 m langen, an der Straße gelegenen, modularen Sitzelemente aus hochwertiger Grauwacke (regionales Urgestein aus dem Bergischen). Dort sitzend schaut man entweder auf die lebhafte Umgebung und den Kurt-Hackenberg-Platz mit Trinkbrunnen oder zu den hoch oben trohnenden Domtürmen und die Treppe in Richtung Dom.

Erster Trinkbrunnen in Köln auf dem Kurt-Hackenberg-Platz – mit meinem neuen Gebrauchtrad vom nach dem Fahrraddiebstahl sooo hilfsbereiten Fahrradengel Kratsios

Erster Kölner Trinkbrunnen – nicht ganz unumstritten

Der Umbau des Platzes wurde heftig diskutiert; denn letztendlich wurden dafür 3,7 Mio EURO ausgegeben und damit wesentlich mehr als ursprünglich einkalkuliert. Die Bauzeit zog sich länger hin als geplant.

Da der Kurt-Hackenberg-Platz nun fertig gestaltet ist und uns jetzt wohl im Herzen von Köln für lange Zeit in dieser Form erhalten bleiben wird, begrüße ich den Trinkbrunnen an diesem zentralen Ort sehr; gerade auch für Menschen, die durstig sind und kein Wasser oder Geld dabei haben. Die Idee, hier einen Trinkbrunnen aufzustellen, finde ich persönlich sehr gut; ob euch der Trinkbrunnen gefällt und an ein Instrument oder etwas ganz anderes erinnert, könnt ihr bei einem Besuch selbst entscheiden. Beim Wasser handelt es sich jedenfalls um Trinkwasser, das ist m. E. die Hauptsache.

Erster Kölner Trinkbrunnen – Das „Trinkwasser-Schild“ ist endlich da!

Nach einigem Hin und Her ist das Schild nun da! Klein und unscheinbar, von Split und Laub fast verdeckt, habe ich es gefunden und für euch fotografiert. Nun weiß endlich jeder, dass es sich um Trinkwasser handelt. Ein bißchen gucken muss man schon, wie gesagt: klein, unscheinbar und Grau in Grau. Das Wasser plätschert von April bis Oktober. Hier hätte es mir allerdings besser gefallen, wenn der als eine Art „Instrument“ zu verstehende bronzene Brunnen über einen Knopf verfügen würde, um den Wasserstrahl an- bzw. auszumachen; denn das stete Plätschern verbraucht ca. 200 m³ gutes Trinkwasser im Jahr, wovon leider das meiste versickert.

Der Platz macht sich so langsam wirklich und die steinernen Ruheelemente werden eifrig benützt. Super finde ich auch, dass das „Reissdorf“, das Restaurant im EG des Hotels Mondial schöne Tische und Stühle rausgestellt hat, wo man sehr bequem sitzen und den Kölner Dom bestaunen kann.

Wer wie ich auf schattige Plätzchen mitten in der Stadt mit kulturellem Flair steht, dem möchte ich gerne den Besuch des Willi-Ostermann-Platzes (nur einige Minuten zu Fuß entfernt) mit dem berühmten Willi-Ostermann-Brunnen (kein Trinkwasser!) empfehlen.