24 Apr

Photoszene Festival Köln

Mit über 70 Ausstellungen rund um die Fotografie wird nach knapp 7 Monaten das Photoszene Festival in Köln fortgeführt. Der Eintritt in die meisten Fotografieausstellungen ist kostenlos und auf das gesamte Stadtgebiet verteilt. Das Photoszene Festival ist ein Mekka für alle Liebhaber der analogen und digitalen Fotografie.

© Ronit Porat, Die Bastei, 2019 (aus der Graphischen Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums), siehe auch Tag des offenen Denkmals in Köln

Nicht nur Fotografie-Begeisterte finden Objekte zum Bestaunen und neue Ideen für ihre künftigen Fotografieerlebnisse, sondern auch alle, die vielleicht gerade einen Umzug planen oder sich für eine Umgestaltung ihres Zuhauses inspirieren lassen wollen. Zudem kann man die Künstler persönlich kennenlernen.

Termine und Locations des Photoszene Festivals Köln

Photoszene Festival Köln – Logo

Das offizielle Rahmenprogramm mit Terminen bis Mitte Juli 2019 zu Veranstaltungen, Künstlern und Vernissagen bietet online eine hervorragende Grundlage für eure Terminplanung. Die Verknüpfung des Photoszene Festivals 2018 mit 2019 besteht 2019 aus einem inhaltlichen Kernprogramm von sechs Ausstellungen in folgenden Kölner Museen: Museum Ludwig, MAKK-Museum, Kölnisches Stadtmuseum, Rautenstrauch-Joest-Museum und in die SK Stiftung Kultur sowie das Rheinische Bildarchiv, das bei Kaune Contemporary Gast sein wird. 65 zeitgleich stattfindende Fotografieausstellungen werden u. a. von der Japan Foundation, dem Käthe-Kollwitz Museum, dem Forum für Fotografie, renommierten Galerien, Ateliers und weiteren Institutionen organisiert und gezeigt. Wir dürfen uns also auf ein abwechslungsreiches Photoszene Festival der Superlative in Köln freuen. Beachtet bitte bei den jeweiligen Veranstaltungen eventuelle Eintrittspreise und Ermäßigungsmöglichkeiten, wobei die meisten Ausstellungen freien Eintritt bieten.

A Lotus is a Lotus, © Photo Anna Ehrenstein, Case – Projektraum der Fotografie an der KHM Köln

Kostenloser Photoszene Festivalguide

Den kostenlosen, gedruckten Photoszene Festivalguide mit allen relevanten Informationen könnt ihr euch entweder vorab während der Öffnungszeiten im MAKK (Museum für Angewandte Kunst Köln) oder an den jeweiligen Ausstellungsorten besorgen. Online findet ihr Informationen rund um das Photoszene Festival unter dem Festivallink.

Mehr Infos zum Photoszene Festival 2018 und 2019

Wissenswertes zur Photoszene Festival Köln Veranstaltung von 2018 und 2019 findet ihr hier.

Feierliche Photoszene Festival-Eröffnung

Die feierliche Eröffnung mit allen Photoszene Festival 2019 Teilnehmern findet am 3.05.2019 um 19.00 Uhr im Museum Ludwig statt und kostet Eintritt. Schaut einfach mal in den Festival-Kalender; denn manche der Ausstellungen laufen bereits.

Ich wünsche euch viele schöne Momente und freue mich auf eure Nachrichten. Fotos folgen.

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beinflusst.
14 Mai

Juttas Suppenküche e. V. in Köln – seit 1997

Juttas Suppenküche in Köln seit 1997

Juttas Suppenküche e. V. auf der Domplatte  wurde 1997 von Jutta Schulte ins Leben gerufen und verteilt direkt gegenüber dem Kölner Dom vor dem Domforum bei jedem Wetter an jedem 2. Freitag im Monat ab 15.00 Uhr ein kostenloses, warmes Essen, von Firmen gespendete Lebensmittel und Tiernahrung, aber auch – wenn vorhanden – Kleidung u. v. m. an Bedürftige. – Stopp Kölsche, Touristen, Alle! Geht nicht einfach vorbei. Bleibt stehen und helft, wenn ihr helfen könnt. Auch Zuhören hilft!

Juttas Suppenküche e. V. in Köln – seit 1997 – die Lebensmittel werden sorgsam aufgestellt

Wie ich von Juttas Suppenküche e. V. erfahren habe und meine Begegnung mit einem Wohnungslosen

Als ich gestern am Fairteiler bei der alten Brandschutzdirektion nahe Ebertplatz ein paar Lebensmittel gegen ein Vollkornbrot tauschte, waren die mitgebrachten Sachen ratzfatz weg. Vor allem ein paar Tütchen Fertigcappucino, die ich in der Apotheke geschenkt bekommen hatte, erfreuten sich größter Beliebtheit. Warum? Weil Menschen ohne Wohnsitz, die regelmäßig den Fairteiler besuchen, absolut scharf darauf waren! – Ich kam mit einem Herrn ins Gespräch und wir unterhielten uns über eine Stunde. Ich an ein kvB-Fahrrad, das mit Monatsabo seit 1.03.2018 kostenlos ausgeliehen werden kann, und er an sein schon älteres Rad, an dem ein halbes Pedal fehlt, gelehnt.

Selten habe ich mich mit einem mir völlig fremden Menschen in so kurzer Zeit so intensiv über wirklich sehr persönliche Dinge unterhalten. Ich bin ja ein Mensch, der gerne hinter die Kulissen schaut und so lange nachbohrt, bis mein Wissensdurst gestillt ist. Ich sagte dem Mann, er brauche nicht zu antworten, wenn die Fragen zu indiskret seien, worüber er lachte. Ich sagte ihm ganz offen, dass er trotz seines Lebens auf der Straße doch relativ gepflegt auf mich wirke. Daraufhin erzählte er mir über seinen Alltag und wie er sein Leben in Köln als Wohnungsloser gestaltet. Er ist 65 Jahre alt und lebt, seit er 36 Jahre alt ist, mit einigen Unterbrechungen auf der Straße. Auf eigenen Wunsch. Er erhält keinerlei finanzielle Unterstützung und verfügt durch etwas Pfandflaschen sammeln am Wochenende und kleine Hilfsleistungen für Bedürftige, wie z. B. einfache Fahrradreparaturen, über ungefähr 30,– EURO Bargeld im Monat. Damit sei er zufrieden. Den skurrilen Ort, wo er sich und seine Wäsche im Eimer wäscht, verrate ich nicht. Im Winter habe er mehrere Schichten Kleidung an, da wäre es schwieriger, bis das alles unten sei. Ihm ginge es aber gut, sagt er, er habe draussen unter einer Plane einen festen Platz zum Schlafen, den er sich recht gemütlich eingerichtet habe. Dort sei er geduldet und ein Restaurant in der Nähe versorgt ihn sogar regelmäßig mit übrig gebliebenem Essen und habe ihm sogar schon auf seinen Wunsch hin etwas aus mitgebrachten Zutaten zubereitet. Er revanchiere sich durch Mithilfe im Außenbereich, da er sich mit Gartenarbeit gut auskennt. – Einzig vor 2 Jahren habe er sich das Bein gebrochen und nach 10 Tagen im Krankenhaus hätte er 4 Wochen bei seinem Sohn unterkommen können; aber danach sei es doch einige Monate noch schwierig gewesen bis der Bruch vollständig ausgeheilt war. – Er meinte, dass man alles organisieren könne. Er habe ja Zeit und könne dadurch auch viele kostenlose Termine wahrnehmen. Er sei sogar schon mehrmals für einige Tage in Urlaub gewesen, von einem Kloster würde das jedes Jahr angeboten werden. Er helfe dort im Klostergarten. Und Opa sei er auch. Das dritte Enkelkind, ein Mädchen, werde demnächst geboren.

Mein Blog „Vita Oeconomica“ wendet sich auch besonders an Menschen mit geringerem Einkommen und ich war erstaunt über das Wissen dieses Mannes, kostenlos oder für wenig Geld an Lebensnotwendiges zu kommen. Er hat sämtliche Termine und Orte im Kopf, wo z. B. Lebensmittel oder warme Mahlzeiten kostenlos verteilt werden, wo es günstige Kleidung gibt oder wie Menschen mit Köln Pass, Behinderung oder bedürftige Alte mit kleiner Rente kostenlose Kulturangebote genießen können. Ich habe gemerkt, dass er sehr an Kultur interessiert ist und Fan eines ganz bestimmten Museums ist.

Gelegentlich bekommt er Lebensmittel, die für seine Lebenssituation nicht so gut geeignet sind, da er dort, wo er „wohnt“ leider nicht kochen kann. Diese tauscht er dann gegen für ihn besser geeignete. Einen richtig guten selbst gemachten Kartoffelsalat – den würde er sich mal wieder wünschen. (Diesen Wunsch werde ich ihm mal als Überraschung erfüllen. Und ein gebügeltes Hemd dazu legen; denn ich weiß ungefähr, wo er „wohnt“).

Über Juttas Suppenküche e. V. in Köln seit 1997

Er erzählte mir, dass freitags alle 2 Wochen eine kostenlose Essensverteilung auf der Domplatte, direkt vor dem Domforum, stattfinde. Juttas Suppenküche sei sein nächstes Ziel an diesem Tag. Eine warme Mahlzeit, vielleicht noch ein paar Lebensmittel mitnehmen. Ich solle doch mitkommen. Spontan fuhr ich gegen 15.00 Uhr nach zur Domplatte. Ich wollte unbedingt Jutta sehen und schauen, ob die Suppenküche ein Fall für Vita Oeconomica sein könnte. Zunächst dachte ich ja, es würde jemand auftreten, da sich eine große Menschentraube gebildet hatte. Doch als ich näher kam, entdeckte ich vor einem zwischen Laternenmasten angebrachten Absperrband in einer langen Reihe sitzende Rollstuhlfahrer oder auf dem Rollator sitzende, aus Plastikschalen essende, Menschen. Andere saßen auf dem Mäuerchen oder standen um die Ecke, ebenfalls mit Eintopf und Brötchen. Hinter dem an drei Seiten hängenden Absperrband waren Kisten voller Lebensmittel sauber in Reih und Glied aufgereiht und am Eingang der Absperrung schöpfte mit einer langen Suppenkelle eine quirlige Frau in Fleecejacke: die besagte, legendäre „Jutta“ (die Suppenküchengründerin Jutta Schulte), die den Verein seit 1997 am Leben erhält und managt, mit einigen Helfern aus einem auf einem Klapptisch stehenden großen Topf den von Peters Brauhaus gespendeten Eintopf in Plastikschalen.

Juttas Suppenküche in Köln - seit 1997

Juttas Suppenküche e. V.  in Köln – seit 1997 – geht nicht einfach weiter.

Auch mir wurde völlig unbürokratisch Eintopf angeboten, was ich jedoch ablehnte, da ich ja nur gekommen war, um mich zu informieren und nicht um jemanden das Essen wegzufuttern. Ich stellte mich also bei Jutta und einigen ihrer HelferInnen vor und fragte, ob ich einige Fotos machen und in meinem Blog über dieses Angebot berichten dürfte. „Aber klar“, kam die Antwort sofort „und wir sind alle hier per Du“. Die Gesichter einiger zunächst etwas skeptisch dreinblickender HelferInnen wurden freundlich und ich hatte das Gefühl, dass sich einige Akteure gerne fotografieren ließen und stolz auf ihre Arbeit waren. Zu Recht! Die Helfer waren sehr beschäftigt. In der kurzen Zeit konnte ich erfahren, dass es langjährige, treue HelferInnen gibt und natürlich immer gerne neue willkommen sind. Die große Zahl Hilfsbedürftiger sei stets gewachsen, die Zahl der Obdachlosen, die regelmäßig kommen, habe sich zwar verringert, aber es seien stetig mehr Menschen mit geringem Einkommen, Hartz IV-Empfänger, Rentner mit zu geringer Rente, Behinderte und auch immer mehr Flüchtlinge hinzu gekommen. Ein großes Lob an dieser Stelle an die Betreiber des Domforums, die das rege Treiben vor ihrer Einrichtung dulden und die großzügigen Spender!

Juttas Suppenküche in Köln – seit 1997 – das gespendete Lebensmittelangebot ist sehr umfangreich und wird fein säuberlich für den Andrang vorbereitet

Auf einer Seite unter den Säulen entdeckte ich viele Menschen, die mit ihrem Hackenporsche oder Taschen da waren und kam auch mit ihnen schnell ins Gespräch. Darunter befand sich eine Frau, die an diesem Tag 55 Jahre alt geworden war und auf Erdbeeren als Obstspende hoffte, da sie sich am Sonntag zum Geburtstag und Muttertag einen Erdbeerkuchen machen wollte. Ihre Begleiterin erzählte mir, sie sei 58 Jahre alt und habe 2 Jahre lang gebraucht, bis sie sich getraut habe, öffentlich auf der Domplatte um Essen anzustehen. Sie habe sich zu sehr geschämt, aber mit ihrer Bekannten ginge es leichter. – Am liebsten hätte ich laut losgeheult und all den Wartenden ein fettes Stück Erdbeerkuchen mit gaaanz viel Sahne spendiert und das Geburtstagskind hochleben lassen. – Spätestens da beschloss ich, hier auf meinem Blog auf die Armut mitten in einer deutschen Großstadt hinzuweisen und Menschen zu bitten, Juttas Suppenküche zu unterstützen. Und ungenutzte Schlafsäcke und Isomatten meines Sohnes Jan aus dem Keller zu holen und zu spenden. Es war mittlerweile nach 15.00 Uhr und manche waren schon seit 9.15 Uhr bzw. 11.00 Uhr da; denn bei Juttas Suppenküche gibt es eine ganz bestimmte Abfolge, die keinerlei Ellbogentaktik unterstützt und an die sich alle halten, wie ich bei meinem Besuch beobachten konnte. Versucht jemand, sich vorzudrängen, hat Jutta dies ganz schnell im Blick und beendet den Versuch ratzfatz mit Nachdruck. Es werden laminierte Nummern verteilt. Die Bedürftigen bekommen einen dicken schwarzen Punkt aufs Handgelenk gemalt und wenn das Essen in einer bestimmten Choreographie (zuerst die „Rollis“ und Obdachlosen) verteilt ist, werden die Wartenummern aufgerufen und die Lebensmittel und andere Dinge, sofern vorhanden, verteilt.

Die geduldig wartenden Menschen dürfen sich dann aus dem erstaunlich vielfältigen Lebensmittelangebot einiges aussuchen. Wer also früh da ist, hat eine größere Auswahl. Ich sah Gemüse, Quark, Joghurt, abgepackten Käse und Wurst, Kakao in Flaschen, eine Palette Chips und sogar Tiernahrung und Einiges mehr. Die Lebensmittel werden regelmäßig gespendet. Es handelt sich um einwandfreie, frische Ware oder kurz vor MHD. Es werde aber auch ab und an Kleidung, wärmende Decken und Schlafsäcke für auf der Straße lebende Menschen verteilt. Sogar neue Schuhe, für Manche die ersten neuen ihres Lebens, habe man schon für wenig Geld kaufen und verteilen können. Auch die Tiere Wohnungsloser werden durch Tierfutterspenden mitversorgt. Ein Tierarzt unterstützt den Verein ebenfalls tatkräftig. Und mit den Spenden kauft Jutta, was am allerdringendsten benötigt wird und bezahlt oftmals sogar aus eigener Tasche. Die „Suppe“ bzw. der Eintopf wird von Peters Brauhaus am Alter Markt frisch gekocht und gespendet und wird von den Helfern abgeholt.

Wie könnt Ihr Juttas Suppenküche e.V. helfen?

Voller Enthusiasmus und völlig unaufdringlich sammelten 2 Frauen Spenden für Juttas Suppenküche. Und für mich war absolut klar: meine Latte und Auszeit in einem meiner Lieblingscafés nebst Leute gucken bei dem schönen Wetter würde heute ausfallen; ich hätte es nie übers Herz gebracht, dieser engagierten, wunderbaren Organisation, die seit Jahren unbürokratisch regelmäßig dort hilft, wo der Hunger brennt und die Not groß ist, während unsere PolitikerInnen ewig lang in piekfeinen Schlössern, bei der Zugspitze oder in Hotelpalästen sondieren und diskutieren, nicht wenigstens ein paar EURO zu spenden.

Juttas Suppenküche – mit den gesammelten Spenden wird das Allernötigste dazugekauft.

So saß ich später halt mit meinem mitgebrachten kalten Tee auf einem Mäuerchen und beobachtete ohne Latte das erstaunlich gesittete, durchorganisierte, bunte Treiben vor dem Dom. Mir wurde fast schwindelig von all den Gegensätzen, die ich sah: auf der einen Seite durchgestylte, Selfies machende Menschen aus aller Welt und ein paar Meter weiter die geduldig in einer Reihe sitzenden, wartenden Rollstuhlfahrer, hungrige Menschen mit Eintopf in der Hand und Leute mit Hackenporsche und Einkaufstaschen. Ja, die Domplatte hat schon seit Jahrhunderten viel gesehen. Aber wahrscheinlich selten so viel Hilfsbereitschaft wie von Juttas Suppenküche e. V.  Allein die Erinnerung an den Anblick der langen Warteschlange tut mir heute noch weh und rührt mich zu Tränen. Und deshalb sitze ich jetzt hier und schreibe diesen Artikel, damit ihn ganz viele Menschen lesen können, die Juttas Suppenküche etwas Gutes tun können und wollen. Wie ihr spenden könnt und sogar eine Spendenquittung fürs Finanzamt bekommt, erfahrt ihr weiter unten.

Wer nichts spenden kann, kann Bedürftige auf dieses Angebot hinweisen und sie dazu animieren, sich nicht zu schämen und zu Jutta zu gehen. Und helfende Hände können Jutta und ihr Team ebenfalls gebrauchen. Ihr könnt euch auf Juttas Website melden.

Weitere Informationen über Voraussetzungen, welcher Personenkreis Unterstützung bekommt oder wie ihr selbst helfen oder spenden könnt, erfahrt ihr hier unter „Juttas Suppenküche“.

21 Feb

Philharmonie Köln – PhilharmonieLunch kostenlos

Philharmonie Köln - Deckenkonstruktion

Beim kostenlosen PhilharmonieLunch in der Kölner Philharmonie gibt es zwar nichts für den Magen, aber umso mehr für die Ohren. Und das fast jeden Donnerstag! Das Projekt PhilharmonieLunch wird von der Köln Musik in Zusammenarbeit mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Gürzenich-Orchester Köln ermöglicht.

Die Philharmonie Köln bietet fast jeden Donnerstag den kostenfreien PhilharmonieLunch

Während des Musikfestivals „8 Brücken – Musik für Köln“ findet der PhilharmonieLunch sogar täglich um 12.00 Uhr statt. Am 1. Mai dauert das Hörvergnügen sogar 1 statt 1/2 Stunde lang.

An vielen Donnerstagen bietet die Kölner Philharmonie allen Musikinteressierten ab frühestens 3 Jahren die Möglichkeit, eine halbe Stunde kostenlos Proben beizuwohnen. Die Musikerinnen und Musiker, Dirigenten und Künstler treten in Alltagskleidung auf, was  dem Musikgenuss absolut keinen Abbruch tut. Geprobt werden normalerweise Stücke, die zeitnah zur Aufführung anstehen, sodass es möglich ist, sich schon mal in eine Aufführung probeweise „reinzuhören“ oder wenigstens eine halbe Stunde der anstehenden Aufführungen zu erleben, falls die Karten bereits ausverkauft sein sollten.

Philharmonie Köln - Deckenkonstruktion

Philharmonie Köln – PhilharmonieLunch – Deckenkonstruktion

Der PhilharmonieLunch ist ein wahrer Ohren- und Augenschmaus und daher sehr beliebt. Seit Herbst 2018 gelten neue Veranstaltungszeiten. Der PhilharmonieLunch beginnt um 12.00 Uhr, also solltet ihr spätestens um 11.30 da sein.

Uups, dachte ich, als ich super pünktlich auf der Treppe zwischen Museum Ludwig und Römisch-Germanischem Museum neben dem neu angelegten Kurt-Hackenberg-Platz stand und die lange Warteschlange erblickte. Meine Sorge, keinen Platz mehr zu erwischen, erwies sich dann als völlig unbegründet. Nachdem die Türen geöffnet waren, verteilte sich das Publikum rasch auf den verschiedenen Stockwerken. Nach Saalöffnung fand  ich einen sehr schönen Platz mit gutem Blick. Der Saal füllte sich zu schätzungsweise 90 %. Zu meinem Erstaunen gab der Dirigent sogar eine kurze Einführung, was ich nicht erwartet hatte. Und schon ging es los. Es war ein ganz wunderbares Erlebnis und ich fühlte mich reich beschenkt. Der einzige Wermutstropfen: Die halbe Stunde ging viel zu schnell vorbei! Seither besuche ich den PhilharmonieLunch wann immer ich kann und entwickle langsam ein gewisses Gespür für die verschiedenen Dirigenten und beobachte für mein Leben gern die Musiker bei ihrem Spiel.

Philharmonie Köln - PhilharmonieLunch

Philharmonie Köln – PhilharmonieLunch – Keine Panik! Die Warteschlange löst sich rasch auf.

Philharmonie Köln - PhilharmonieLunch

Philharmonie Köln – PhilharmonieLunch, gleich gehts los!

PhilharmonieLunch mit kostenlosem Besuch der Städtischen Kölner Museen und noch mehr Kultur verbinden

Es lohnt sich unbedingt, an einem Donnerstag den Besuch des PhilharmonieLunchs mit einem Spaziergang in der Altstadt oder am Rhein entlang zu verbinden und im Anschluss eines der sehenswerten Kölner Museen zu erkunden, was ebenfalls bei Beachtung diverser Regeln kostenlos möglich ist. Welche Personengruppen an den meisten ersten Donnerstagen des Monats bzw. sogar die ganze Woche über freien Eintritt zu den Städtischen Kölner Museen haben, findet ihr auf meinem Beitrag „Kölner Museen kostenlos besuchen“.

Ich selbst habe den PhilharmonieLunch bei meinen Recherchen zum Filmforum entdeckt und gleich eine Bereicherung für Vita Oeconomica gewittert; denn die KölnMusik bietet in Kooperation mit der Kino Gesellschaft Köln z.B. Stummfilme mit Livemusik, Dokumentationen über Filmmusikkomponisten oder auch Filme mit besonderer Musik und Musikerportraits an. Auf meinem Blog findet ihr Infos zum Filmforum Köln und eine Verlinkung zum Veranstaltungsplan.

Kaffee trinken und Essen gehen sind auch noch drin

Mit etwas Planung könnt ihr also viel Kultur in Köln kostenlos genießen und euch sogar noch einen Café- oder Restaurantbesuch leisten. Und Sightseeing ist auch dabei! Unweit der Kölner Philharmonie und einiger Museen befinden sich ein paar empfehlenswerte Cafés und Restaurants, die ich meistens durch Zufall oder auf Empfehlung von Freunden entdeckt habe und die preislich angenehm und gut zu Fuß oder nach kurzer Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Hier einige Vorschläge und kreative Geschenkideen, die ihr mit dem PhilharmonieLunch verknüpfen könnt.

Eine schöne Möglichkeit für Senioren, den PhilharmonieLunch mit einem vorherigen Frühstück oder einem anschließenden Beisammensein zu erleben und Leute kennenzulernen, habe ich auf feierabend.de gefunden.

Ich wünsche euch ein wunderbares Hörvergnügen und freue mich, wenn ihr eine besonders schöne musikalische halbe Stunde in der Philharmonie Köln erlebt und mit den anderen kulturellen und kulinarischen Vorschlägen auf meiner Seite miteinander kombinieren könnt. Viel Spaß!

Mehr Informationen zum PhilharmonieLunch.