20 Mai

Let´s Go

Hey da draußen,

ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man am besten einen Blog verfasst oder betreibt oder wie auch immer. Ich fange heute einfach mal an. Kann gut sein, dass noch etliche ähnliche Blogs existieren; aber das ist mir egal. Ich habe einfach jetzt Lust dazu.

Heute möchte ich meinem Sohn Jan für seine tatkräftige Hilfe bei der Installation und allem Drum und Dran rund um den Blog danken. Er hat viele Stunden seiner Freizeit geopfert, um mich bei der Realisierung zu unterstützen und mir Mut gemacht, den Blog zu starten. Jan hat einen eigenen Blog, in dem er letztes Jahr über seine Neuseelandreise berichtet hat. Lesen lohnt sich auch dort!

Auch Oktay gebührt mein Dank, der mich durch seine liebenswerte Art immer wieder auf neue Ideen, insbesondere rund ums Kochen, bringt und immer da ist, wenn es mir mal weniger gut geht und mich auf andere Gedanken bringt.

Auch Sabine aus meinem Veedel danke ich an dieser Stelle. Ihr Studio war eine stetige Quelle der Inspiration gewesen und ich habe dort interessante Menschen kennen gelernt und viel Input für Geschichten erhalten. Schade, dass sie ihr Geschäft aufgeben musste.

Auch meinen alten Busenfreundinnen Margreth und Gertrud möchte ich danken, denn der Austausch mit ihnen trotz der großen Distanz tut gut. Auch wenn wir uns selten sehen, sind wir eng miteinander verbunden und helfen uns gegenseitig in vielerlei Hinsicht.

Und es gibt noch andere, sehr liebe Menschen in meiner Umgebung, die ich mag und denen ich vertrauen kann.

Welche Richtung soll denn nun dieser Blog nehmen? Keine Ahnung. Mal sehn.

Ich habe viele Jahre versicherungspflichtig und zusätzlich selbständig gearbeitet. Gewisse Umstände krempelten mein ganzes Leben binnen einiger Monate total um und ich hatte den Mut und die Lust, etwas ganz Neues zu machen. Natürlich alles durchdacht und geplant. Jedoch hilft manchmal die beste Planung nichts; denn es braucht sich nur ein Faktor zu verschieben – uups… So bin ich vor einigen Jahren von einer noch relativ beschaulichen kleinen Großstadt, in der ich mich auskannte, in einer mir völlig neuen Metropole gelandet. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal nach der Schwäbischen Alb sehnen würde. War sie doch für mich früher eine Art Sammelpunkt des Kleingeists und der schwäbischen Kehrwoche gewesen. Oder nach meinem alten Orthopäden, oder Biobäcker …

Reutlingen vom Rossberg aufgenommen http://home.meinestadt.de/reutlingen

Jedenfalls bin ich jetzt weit weg und hier. 

Köln am Rhein http://www.koeln.de/

Der in Aussicht gestellte Job entpuppte sich als Fata Morgana, so dass ich irgendwann eher durch Zufall den Weg zum Arbeitsamt fand, wo ich mich arbeitssuchend meldete. Tja, das war mit einem Konten-Striptease verbunden und mit jeder Menge Formularen, die auszufüllen waren und dich ich tlws. nicht verstand. Nicht, weil ich kein Deutsch kann. Schon bei der Formulierung „Bedarfsgemeinschaft“ stolperte ich. Denn wie keine eine einzelne Person eine „Gemeinschaft“ darstellen? Ich und mein Alter Ego vielleicht? 

Seither habe ich Dinge erlebt, die ich selbst nicht für möglich gehalten hatte und kämpfe jeden Tag aufs Neue ums einigermaßen würdige Überleben. Kennt der eine oder andere von euch sicherlich.

Glücklicherweise war ich schon immer jemand, der mit Geld relativ gut umgehen kann. Das kommt mir natürlich jetzt zugute. Auch hilft immens, dass ich vor diesem meinen neuen Leben eine Ökotante war, die Ressourcen spart, Reste einfriert, Brot backt, Socken stopft, Kräuter trocknet usw. Ich war außerdem viele Jahre in der Naturwarenbranche tätig. Eine gewisse Achtsam- und Sparsamkeit gehört somit zu mir, und das hilft jetzt ungemein. Und weil wir so viele sind, die täglich ums Dasein kämpfen müssen, lade ich euch ein, mir zu folgen und ich möchte auch euch folgen. Ich freue mich auf einen Austausch mit euch – und mit allen anderen, die den Blog besuchen.

Wie schon gesagt, ich weiß nicht, wohin dieser Blog führt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich nicht ständig etwas Neues mitzuteilen haben werde, denn ich bin keine große Freundin davon, Gott und die Welt rund um die Uhr über jeden Schnickschnack auf dem Laufenden zu halten und permanente Nabelschau zu betreiben. Aber in gewissen Abständen werde ich versuchen zu posten, was mich gerade bewegt, was es Neues gibt, Rezepte, Gesundheitstipps, Schnäppchenjagd, eben das tägliche Survivaltraining einer Älblerin, die in der großen Großstadt gelandet ist und versucht, das Beste daraus zu machen. Berichte über Orte, die ich hier in der neuen Umgebung gefunden habe, und die mir guttun, will ich auch versuchen zu verfassen.

Dieser Blog soll auch kein Leitfaden für irgendetwas werden. Ich interessiere mich einfach für sehr viele Dinge und probiere ganz viel aus. Vielleicht popliges Zeug in mancher Leute Augen. Jedenfalls ist mein Tag angefüllt mit ganz vielen Tätigkeiten. Glücklicherweise – denn mir wäre furchtbar langweilig, wenn mir langweilig wäre. – Let´s go!