14 Aug

Low Carb „Kartoffelsalat“ aus Kohlrabi ohne Kartoffeln

Mein Low-Carb „Kartoffelsalat“-Rezept aus Kohlrabi ohne Kartoffeln verzichtet bei maximalem Geschmack ganz auf Kartoffeln, ist kalorienarm und beugt durch die im Kohlrabi enthaltenen Glucosinolate (Senföle) ganz nebenbei sogar Entzündungen im Körper vor und kann sogar vorbeugend gegen Zellveränderungen wirken. „Kartoffelsalat“ schlemmen und dennoch gesund abnehmen und das Immunsystem stärken? Das geht! Der Genuss der Kohlrabi stärkt unser Immunsystem, stimuliert die Sauerstoffversorgung und trägt somit zu besserer Konzentrationsfähigkeit bei. Mehr dazu erfahrt ihr auf dieser Seite unter Krautsalat pusht Selbstheilungskräfte, Kohlwickel gegen Entzündungen und Schmerzen oder Kohl essen und trinken – am besten täglich.

Low Carb „Kartoffelsalat“ aus Kohlrabi ohne Kartoffeln – hier mit Paprikahähnchen.

Kohlrabi – eine schlanke, gesunde Knolle

Unser heimischer Kohlrabi hat gerade mal ca. 27 Kcal pro 100 g, weist einen hohen Ballaststoffgehalt auf und punktet mit einer Menge an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Mein Rezept des „Fake-Kartoffelsalats“ habe ich vor ca. 2 Jahren für mich entdeckt als ich ohne zu hungern um die 15 kg abgenommen habe und mein Gewicht bis heute ohne Mühe halte. Ich liebe Kartoffelsalat zu Fisch, Hähnchenbrust, Getreidebratlingen, Würstchen oder einfach pur. Und bei meiner schlanken Rezeptvariante ohne Kartoffeln kann locker eine mittelgroße Schüssel voll verputzt werden, was gerade mal 300 – 400 Kcal entspricht.

Der Trick besteht darin, Kartoffeln durch gekochten Kohlrabi zu ersetzen. (Sellerie geht auch, wer das mag). Wie immer sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt und ich möchte euch mit meinem Rezeptvorschlag eine gesunde und schlanke Rezeptidee mitgeben, die als eine Art Grundgerüst für eure ganz persönliche Lieblings-Kartoffelsalat-Variante stehen soll. Danach könnt ihr loszaubern.

Low Carb „Kartoffelsalat“ aus Kohlrabi ohne Kartoffeln. Als Beilage oder einfach ohne alles genießen.

Um ein Maximum der hitzeempfindlichen Glucosinolate zu erhalten, solltet ihr den geputzten Kohlrabi am besten schonend in der Schale für ca. 20 – 30 min in etwas Salzwasser oder Gemüsebrühe köcheln und das Kochwasser möglichst weiterverwenden, da es voller Mineralstoffe ist. Ganz nebenbei tut ihr sehr viel für eure Gesundheit und Widerstandsfähigkeit. Bei gerade mal schlanken 27 Kcal/100 g und hohem Ballaststoffgehalt  stecken jede Menge Mineralien, Spurenelemente und Vitamine in der heimischen Knolle. Weite Transportwege erübrigen sich und das Gemüse ist günstig auch in der Biovariante zu bekommen.

Zutaten für meinen Low Carb „Kartoffelsalat“ aus Kohlrabi für 2 Personen

  • 2 – 3 Kohlrabi (je nach Größe)
  • 1 gehäufter Esslöffel gekörnte Gemüsebrühe oder ½ TL Salz
  • 1 mittelgroße, blaue oder weiße Zwiebel oder 2 Frühlingszwiebeln, klein gehackt
  • 1 Esslöffel kaltgepresstes Rapsöl
  • frische Petersilie/Schnittlauch
  • 2 Esslöffel Salatmayonnaise (10 % oder Salatcreme 10 %; die Mayo oder Salatcreme kann auch mit Magermilchjoghurt gestreckt werden)
  • 1 Esslöffel mittelscharfer Senf
  • 2 – 3 Esslöffel Aceito Balsamico
  • Spritzer Zitrone
  • Pfeffer, Salz, etwas süßes Paprikapulver, 1 Prise Zucker

*** Kochwasser zur Seite stellen und ca. 3 Esslöffel davon später über die Kohlrabischeiben  geben!

Low Carb „Kartoffelsalat“ aus Kohlrabi ohne Kartoffeln. Jetzt die restlichen Zutaten hinzufügen.

Zubereitung meines Low Carb „Kartoffelsalats“ aus Kohlrabi

Frische, geputzte Kohlrabi im Ganzen in einen Topf mit etwas Wasser und der gekörnten Brühe bzw. dem Salz geben. Den Kohlrabi je nach Größe der Knollen 20 – 30 min köcheln. Kohlrabi aus dem Sud nehmen, etwas abkühlen lassen, schälen, von eventuell holzigen Stellen befreien und in dünne Scheiben schneiden. Das Kochwasser aufbewahren und später verarbeiten oder einfach trinken, da sich darin reichlich Mineralstoffe befinden. Nun 3 Eßlöffel des Suds und die restlichen Zutaten zu den noch warmen Kohlrabischeiben hinzufügen und vorsichtig umrühren. Zuletzt werden die Kräuter und die Mayonnaise untergemischt. Abschmecken, kalt stellen und durchziehen lassen.

Wer mag, kann noch einen geviertelten, knackigen Apfel klein schneiden oder pro Kohlrabi ein hart gekochtes, in Scheiben geschnittenes Ei unterheben.

Freunde von mir haben diesen Salat gegessen und zunächst gar nicht bemerkt, dass es sich nicht um Kartoffelsalat handelte bis ich sie darauf aufmerksam machte. Hihi.

Wer mehr über den gesunden Kohlrabi erfahren möchte, kann z. B. bei zentrum-der-Gesundheit nachschauen.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

21 Aug

Marinierte Paprika – nach Omas Rezept

Paprika

Begebt euch auf eure ganz persönliche kulinarische Reise auf dem Balkan und rund ums Mittelmeer. Geröstete, marinierte Paprikaschoten schmecken köstlich zu frischem Brot, Fisch, Fleisch, Gegrilltem, und sind eine absolute Bereicherung für jedes mediterrane Buffet. Marinierte Paprika sind eine auf der Balkan-Halbinsel beliebte Beilage zu Schafskäse und Oliven, gegrilltem Fisch und Fleisch oder fungieren als Salat. Köstlich, gesund, günstig und einfach zuzubereiten. Rund ums Mittelmeer wird die geröstete Spitzpaprika auf verschiedene Arten zubereitet, wobei mir die traditionelle Zubereitungsart meiner serbischen Oma, die die Haut nach dem Rösten immer abgezogen hat, am meisten zusagt. Das ist auch bekömmlicher.

In meinen Beiträgen Paprika – wie meine Oma sie zubereitete und Panierte Paprika – nach Omas Rezept habe ich ausführlich über die rote und gelbe Spitzpaprika aus Serbien oder Ungarn berichtet, die es ab Mitte Juli günstig bei uns zu kaufen gibt. Daraus könnt ihr gesunde, äußerst schmackhafte Paprikagerichte für wenig Geld zaubern. Bergeweise gibt es im Sommer z.B. auf meinem Lieblingsmarkt in Köln-Nippes die gesunden Schoten. Die besten kommen m.E. aus Serbien und Ungarn und duften nach Sonne und Urlaub. Allein das Dekorieren der leuchtend roten Paprikafilets macht mir viel Spaß, wie in meinen neu erstandenen dänischen Schälchen von der Galerie Kunstbruder, die ihr oben bewundern könnt. Heute gehts weiter mit der marinierten Paprika.

Marinierte Paprika

Marinierte Paprika – nach Omas Rezept – sieht das nicht köstlich aus?

Zutaten für marinierte Paprika (ergibt ca. 8 – 10 Stück für 4 – 5 Personen)

  • 1 kg rote oder gelbe Spitzpaprika (könnt ihr auch mischen)
  • 6 Esslöffel kaltgepresstes gutes Olivenöl oder Rapskernöl, z.B. von Egle oder gefro
  • 4 – 5 Esslöffel Aceito di Modena
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 5 durchgepresste frische Knoblauchzehen
  • 1/2 Teelöffel Honig oder 1 gestrichener Teelöffel Zucker
  • 4 ganze Pimentkörner (Pfefferkörner sind auch ok)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 – 2 Lorbeerblätter

Geröstete, eingelegte rote Paprika. Auch ein schönes Mitbringsel für Freunde und Bekannte.

Rezept marinierte Paprika

Paprika gut abwaschen und im Ganzen, also mit Stiel und Kernen, bei 200 °C auf einem mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegten Blech im Backofen bei Ober- und Unterhitze backen bis die Haut Blasen wirft und sich dunkel bis schwarz verfärbt (ca. 15 – 25 min, je nach Herd).

Marinierte Paprika – nach Omas Rezept -die Schoten werden zuerst im Backofen bei 200 °C geröstet

Panierte Paprika

Marinierte Paprika – nach Omas Rezept – so muss die Haut nach dem Backen im Ofen aussehen

Zwischendurch könnt ihr die Schoten einmal wenden (Vorsicht, Verbrennungsgefahr!). Paprika herausnehmen, wenn die Haut so wie auf dem Foto oben ist und in eine Schüssel geben. Gut zudecken, damit später die Haut leicht entfernt werden kann. Wenn die Paprika abgekühlt sind, lässt sich die Haut mühelos abziehen und das Kerngehäuse herausziehen (Vorsicht, vor allem das Kerngehäuse ist noch lange glühend heiß). – Hilfreich ist beim Hautabziehen, die glitschigen Hände zwischendurch in kaltes Wasser zu tauchen.

Die Zutaten für die Marinade am besten in einer Glasschüssel zusammenrühren, nochmals nach eurem eigenen Geschmack abschmecken und die abgezogenen Paprikafilets in die Marinade legen und einmal umdrehen. Die gegrillten Schoten verlieren noch Saft, müssen also nicht in der Marinade versinken! Abdecken.

Marinierte Paprika – nach Omas Rezept – Zutaten für die Marinade

Die marinierten Paprika schmecken am besten, wenn sie vor dem Servieren mehrere Stunden durchziehen. Wenn ihr sauber arbeitet und die marinierten Schoten in einem verschließbaren Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt, hält sich die Paprika mindestens 1 Woche. Vollständig dünn mit Öl bedeckt, hält sich diese Köstlichkeit noch länger. Erfahrungswerte habe ich nicht, weil bei uns immer schon vorher alles verputzt ist.

Mein Tipp

Sollte das Fruchtfleisch beim Abziehen der Haut auseinanderfallen, ist das nicht schlimm. Auch kleinere Filets können mariniert werden. Ist vielleicht nicht ganz so hübsch, schmeckt aber genauso gut! – Am besten röstet ihr mehrere Bleche Schoten, wenn ihr schon dabei seid. Einen Teil der abgezogenen Schoten könnt ihr auch panieren, wie in meinem Beitrag Panierte Paprika – nach Omas Rezept beschrieben.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Wissenswertes über die Paprika

Viel Wissenswertes über Inhaltstoffe und gesundheitliche Aspekte dieses herrlich vielseitigen Gemüses und was meine Oma alles damit angestellt hat, könnt ihr auf meinem Beitrag Paprika – wie meine Oma sie zubereitete auf diesem Blog nachlesen.

19 Aug

Panierte Paprika – nach Omas Rezept

Paprika

Panierte Paprika? – Ziemlich unbekannt! Wer das aber mal probiert hat, wird garantiert süchtig danach! Jeder, der dieses Gericht bei mir zum ersten Mal probiert hat, war begeistert, konnte aber nicht gleich einordnen, um was genau es sich denn handelt.

In meinen Beiträgen Paprika – wie meine Oma sie zubereitete und Marinierte Paprika – nach Omas Rezept habe ich über die rote und gelbe Spitzpaprika aus Serbien oder Ungarn berichtet, die ab Mitte Juli günstig bei uns zu kaufen ist. Hier folgt das eher wenig bekannte Rezept „Panierte Paprika“.

Panierte Paprika

Panierte Paprika mit Kartoffel-Pastinaken Püree, Kräuterquark und marinierter roter Paprika

Zutaten für panierte Paprika (für 2 Personen)

  • 500 g rote oder gelbe Spitzpaprika (das sind ca. 4 – 5 Schoten)
  • 2 – 3 ganze Eier (je nach Größe) – können Veganer weglassen
  • 2 Esslöffel Milch (Sojamilch geht auch)
  • Dinkel- oder Weizenmehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Bratöl

Rezept panierte Paprika

Paprika gut abwaschen und im Ganzen, also mit Stiel und Kernen, bei 200 °C auf einem mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegten Blech im Backofen bei Ober- und Unterhitze backen bis die Haut Blasen wirft und sich dunkel bis schwarz verfärbt (ca. 15 – 25 min, je nach Herd).

Panierte Paprika – nach Omas Rezept – die Schoten werden im Backofen bei 200 °C geröstet

Panierte Paprika

Panierte Paprika – nach Omas Rezept – so muss die Haut nach dem Backen im Ofen aussehen

Zwischendurch könnt ihr die Schoten einmal wenden (Vorsicht, Verbrennungsgefahr!). Paprika herausnehmen, wenn die Haut so wie auf dem Foto aussieht und in eine Schüssel geben. Gut zudecken, damit später die Haut leicht entfernt werden kann. Wenn die Paprika abgekühlt sind, lässt sich die Haut mühelos abziehen und das Kerngehäuse herausziehen (Vorsicht, vor allem das Kerngehäuse ist noch lange glühend heiß). – Hilfreich ist beim Hautabziehen, die glitschigen Hände zwischendurch in kaltes Wasser zu tauchen.

Die abgezogenen Schoten zur Seite legen. Eier mit etwas Milch oder Sojamilch und ein wenig Salz und Pfeffer schaumig schlagen wie für ein Omlett. (Sollte nach dem Ausbacken aller Schoten noch Eiermasse übrig sein, könnt ihr ein kleines Omlett daraus backen). Veganer können auch ohne Eier arbeiten und die nur in Mehl gewendeten Schoten ausbacken.

Panierte Paprika – nach Omas Rezept. In gutem Brat- oder Frittieröl von beiden Seiten ausbacken

Die abgezogenen und von Stiel und Kerngehäuse befreiten Schoten nun in Mehl von beiden Seiten wenden, so dass sie ganz mit Mehl bedeckt sind. Auf ein Küchenkrepp oder einen Teller legen, in einer Pfanne Bratöl erhitzen, die bemehlten Schoten durch die Eiermasse ziehen und vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen. (Bitte achtet eurer Gesundheit zuliebe auf ein gutes hoch erhitzbares Brat- und Frittieröl, wie z.B. von gefro und Egle). Von jeder Seite kurz goldbraun backen. Schon fertig! – Dazu passt hervorragend Tsatsiki, Tomaten- oder griechischer Bauernsalat mit Fladenbrot oder Ciabatta, aber auch Kartoffelpüree, wenn ihr ein komplett warmes Essen haben wollt. Schreibt mir, welche Beilagen euch am besten munden.

Mein Tipp

Sollte das Fruchtfleisch beim Abziehen der Haut auseinanderfallen, ist das nicht schlimm. Dann könnt ihr kleinere Stücke genauso panieren wie oben beschrieben. Ist vielleicht nicht ganz so hübsch, schmeckt aber genauso gut! – Am besten röstet ihr mehrere Bleche Schoten, wenn ihr schon dabei seid. Kalte, panierte Paprika schmeckt auch hervorragend! Oder ihr paniert einen Teil der abgezogenen Schoten und mariniert den anderen.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Wissenswertes über die Paprika

Viel Wissenswertes über dieses herrlich vielseitige Gemüse und was meine Oma alles damit angestellt hat, könnt ihr auf meinem Beitrag Paprika – wie meine Oma sie zubereitete auf diesem Blog nachlesen.