10 Apr

Fischmarkt im Tanzbrunnen Köln – Termine und Lage

Der Fischmarkt im Tanzbrunnen Köln startet 2019 zum 16. Mal! Ab Sonntag, den 14.04. bis 20.10.2019 bieten an die 80 alteingesessene Händler und Newcomer einmal pro Monat unter freiem Himmel auf dem Fischmarkt im Kölner Tanzbrunnen nicht nur Köstlichkeiten rund um fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte, sondern auch heimisches und exotisches Obst, Schnittblumen und phantastische Topf-Pflanzen vom Amsterdamer Blumenhändler, Käsespezialitäten, Pommes-Variationen, Steaks, Fleisch und Geflügel neben angesagter Mode und Schmuck, Kunsthandwerk, köstlichen Desserts, feinen Crêpes u. v. m. an. Ein DJ legt Musik auf. Der Eintritt in den rechtsrheinisch gelegenen Tanzbrunnen direkt am Rheinufer ist kostenlos. Nehmt am besten einen Beutel für Einkäufe mit; bei ca. 25.000 Besuchern/Event kommt einiges zusammen, was an Plastik eingespart werden kann!

Fischmarkt Köln, Tanzbrunnen in Köln-Deutz

Fischmarkt Köln, 30.000 m² bietet die Anlage desTanzbrunnens in Köln-Deutz

Fischmarkt im Tanzbrunnen, April 2019, Foto von Christiane R.

Fischmarkt im Tanzbrunnen, April 2019

Fischmarkt im Tanzbrunnen, April 2019

Fischmarkt im Tanzbrunnen, April 2019

Ein Spektakel, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet und eine tolle Location, um sich mit Freunden und Bekannten zu treffen und gemeinsam Spezialitäten zu verspeisen, voneinander zu probieren, ein Gläschen zu trinken und natürlich zu tanzen (ein DJ legt auf).

Die Anfahrt ist denkbar einfach. Vom Bahnhof Köln Messe-Deutz könnt ihr entlang des Rheins zum Tanzbrunnen spazieren (ca. 7 min.). Oder ihr nehmt vom Bahnhof Köln Messe-Deutz die Buslinie 150 und geht noch ein Stückchen.

Wer Lust auf weitere meiner Lieblingsorte hat, kann mal durch die Artikel scrollen oder  Meine Empfehlungen für Köln und Kölner Museen kostenlos besuchen anklicken.

Termine und Lage Fischmarkt im Tanzbrunnen Köln

Die 7 Termine finden jeweils am Sonntag von 11.00 – 18.00 Uhr statt.

  • 14. April 2019
  • 12. Mai 2019
  • 16. Juni 2019
  • 28. Juli 2019
  • 25. August 2019
  • 22. September 2019
  • 20. Oktober 2019

Hier gehts zum Lageplan.

Tanzbrunnen Köln
Messegelände
Rheinparkweg 1
50679 Köln

Fischmarkt in Köln, Düsseldorf und Ratingen – Termine

Fischmarkt im Tanzbrunnen Köln

Fischmarkt im Tanzbrunnen Köln – Flyer der Veranstaltungsfirma Rheinlust.

Hier gehts zu RheinLust für noch mehr Informationen über den Fischmarkt in den genannten Städten.

Vielleicht treffen wir uns ja? Schreibt mir, was euch besonders gut oder weniger gut gefallen hat.

25 Jan

Passagen Köln – Interior Design Week

Während der „PASSAGEN“-Interior Design Week Köln im Januar 2019 wurde unser buntes Köln noch bunter und fungierte als temporäres Mekka für Design, Architektur, Innenarchitektur, junge Netzwerke, Nachhaltigkeit , Ästhetik und so viel mehr. Designhungrige aus aller Welt besuchten die zum 30. Mal stattgefundenen „PASSAGEN“ und hatten die Auswahl unter über 200 Shows. Wer sich für Design, Architektur, Deko usw. interessiert oder einen Umzug plant, ist hier genau richtig. Ohne vorausschauenden Plan geht da nix. Und selbst mit meinem ausgetüftelten Plan, der mich mit sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß und Rad in alle möglichen, mir teilweise unbekannte Winkel, brachte, schaffte ich es nicht, alles zu sehen, was ich mir vorgenommen hatte.

Passagen Köln – Wer macht mit?

Nationale und internationale Designer, Galerien, Hochschulen, Museen etc. trugen mit ihren Ausstellungen zum bunten Programm bei. Ganz Köln präsentierte sich als Bühne für Design, Inspiration und urbane Transformation mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Ästhetik.

PASSAGEN Köln 2019 - Rote Sitzbank

PASSAGEN Köln 2019 – Rote Sitzbank

In diversen Locations in Ehrenfeld, dem Belgischen Viertel und dem SoLebIch Apartment im Hotel Qvest (ehemaliges Stadtarchiv) gefiel es mir gleich so gut, dass ich zweimal dort war und Jan und Jörg mitschleppte. Eingeplant hatte ich als Krönung zum Abschluss der Design Woche die „Andy Warhol Pop Goes Art“- Ausstellung im MAKK (Museum für Angewandte Kunst Köln“). Ich hatte das große Glück, an einer sehr fachkundigen Führung kostenlos teilzunehmen. Was ich dort sah und hörte, inspirierte mich derartig, dass ich unbedingt mehr über Warhols Schaffen und insbesondere über seine in Köln geborenen Muse „Nico“ Christa Päffgen erfahren möchte. Bald werde ich auf diesem Blog darüber schreiben.

Ich bedanke mich bei allen Menschen, die an der Durchführung der Passagen beteiligt waren und die Shows ermöglicht haben. Der Eintritt zu den „PASSAGEN“-Ausstellungen ist frei, manche Aussteller bieten zu bestimmten Zeiten sogar Getränke gegen eine kleine Spende oder kostenlos an. Nach klirrender Kälte draussen haben wir es sehr genossen, im warmen Licht und der ausgelassenen Stimmung im wunderbar designten SoLebIch-Apartment den Abend bei einem Cocktail abzuschließen. Ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei! Wer einen Umzug plant oder sich von tollen Dekoideen inspirieren lassen möchte, ist hier absolut richtig.

Vielleicht wollt ihr euch vom Programm 2019 schon mal für das nächste Jahr inspirieren lassen oder endeckt darin Orte und Ausstellungen, die ihr bis dahin besuchen wollt? Ich habe nicht so viele Fotos gemacht und mehr geguckt und mich mit Ausstellern und Leuten unterhalten. Viel Spaß beim Gucken!

Passagen Köln 2019 – Interior Design Week Köln – Fotoimpressionen

SoLebIch Apartment im Qvest - Badezimmer

PASSAGEN Köln 2019 – SoLebIch Apartment im Qvest – Badezimmer mit Audrey und Tiffany- SoLebIch-Apartment

SoLebIch-Appartment, soooo einladend

PASSAGEN Köln 2019 – SoLebIch-Appartment, Schlafzimmer, soooo einladend

PASSAGEN Köln 2019 – SoLebIch Appartment, Blumendeko mit el. Kamin

Wandbild SoLebIch Apartment

Passagen Köln -2019 – Wandbild SoLebIch Apartment

PASSAGEN Köln 2019 – hergerichteter alter Heizkörper in der Körnerstraße in Ehrenfeld

PASSAGEN 2019 Köln – Körnerstraße, Ehrenfeld

PASSAGEN 2019 Köln – Körnerstraße, Ehrenfeld – Eingang zum Bunker

10 Dez

Tag des offenen Denkmals in Köln

Es fiel mir etwas schwer, ein bewältigbares Programm für den Tag des offenen Denkmals zusammenzustellen; denn stolze 150 Angebote lockten den Besucher. „Entdecken, was uns verbindet“ war das Motto von 2018. Seit 25 Jahren findet am 2. Sonntag im September der Tag des offenen Denkmals bundesweit statt.

Wir glücklichen KölnerInnen und Köln-Besucher hatten sogar das große Vergnügen, bereits am Samstag viele der Angebote wahrnehmen zu können. Also ein ganzes „Denkmalwochenende“, um uns nachhaltig über Denkmalschutz- und -pflege, Geschichte und Kultur zu informieren und viele Gebäude und Denkmäler zu besuchen, die sonst nicht oder nur selten zu besichtigen sind oder sich in einer Umbau- oder Restaurierungsphase befinden.

Ursprünglich stand auf meiner Liste ganz oben die Besichtigung des Prunkgebäudes der Flora. Glücklicherweise fand ich dann durch Zufall heraus, dass das Gebäude von innen nicht am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden konnte, was ich immer noch außerordentich schade finde. Alternativ wurde eine fachkundige Führung durch ganzjährig öffentlich zugänglichen Anlagen der Flora angeboten. – Also änderte ich meinen groben Besichtigungsplan kurzfristig.

Mein Wunsch, Pater Noster in der IHK zu fahren und dieses besondere, bei Dunkelheit so schön strahlende Gebäude, zu besuchen, rutschte nach oben. Aber Pustekuchen, Anmeldeschluss für die Führung war bereits verstrichen. Ich versuchte es dennoch und erhielt umgehend eine sehr freundliche, positive Antwort.

Hotel Stadtpalais – ehemaliges Kaiser-Wilhelm-Bad

Eine kunstbegeisterte Bekannte und passionierte Radfahrerin hatte große Lust, am Samstag mit mir auf Denkmalreise zu gehen. In der Frische des Morgens starteten wir mit den Rädern von unseren jeweiligen Standorten aus nach Deutz zum zwischen 1913/14 erbauten Kaiser-Wilhelm-Bad, das auch Deutz-Kalker Militärbad genannt wird und heute das feine Günnewig „Hotel Stadtpalais“ in der Nähe der Lanxess Arena beherbergt. Seit ich vor 5 Jahren vor unserem Umzug nach Köln bei einem Aufenthalt im „Hotel Stadtpalais“ die alten Fotos des ehemaligen Bades entdeckte, hegte ich den Wunsch, dieses wunderschöne alte Bad zu besuchen. Es war bereits 1996 geschlossen worden und leider nicht öffentlich zugänglich. Am Tag des offenen Denkmals 2018 war es endlich so weit! Das Bad durfte nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Nach der anstrengenden Anfahrt per Rad gönnten wir uns als Einstand für unseren Tag des offenen Denkmals ein wunderbares, erschwingliches Frühstück in angenehmer Atmosphäre des Hotels mit umsichtiger Bedienung.

Ehemalige Deutz-Kalker Militärbadeanstalt im Hotel Schlosspalais in Deutz

Das Deutz-Kalker Bad und die Volksbibliothek Vorster wurden nach Plänen des bekannten Kölner Architekten Hans Verbeek 1913/14 errichtet. Der Kölner Unternehmer Fritz Vorster (Inhaber der Chemischen Fabrik Kalk) finanzierte den Bau der Bibliothek mit einer zweckgebundenen Schenkung. In seiner Blütezeit wurde das Deutz-Kalker Bad als Militärbadeanstalt und Boxschule betrieben und überstand beide Weltkriege. Seit 1996 hielt dieses besondere Kleinod einen Dornröschenschlaf und erhält dank hoher Investitionen und großem Engagement der Betreiber eine jedes Detail beachtende, nachhaltige Renovierung.

Besichtigung eines Teiles des renovierten Hotels und des ehem. Kalk-Deutzer Bades

Ab 11.00 Uhr durfte das denkmalgeschützte Gebäude besichtigt werden und wie erstaunt waren wir, als die Investoren persönlich, Hoteldirektor Siewert und Brauereibesitzer Dr. Heribert Landskron-Reissdorf, schon am Samstag mit Führungen starteten. Wir waren in Herrn Siewerts Gruppe, der uns äußerst fachkundig durchs Haus führte, Fragen beantwortete und auf viele Details aufmerksam machte. Wir erfuhren viel über Geschichte, Architektur sowie die Herausforderungen bei der hochwertigen Restaurierung des Gebäudes. Die Restaurierungsarbeiten waren bereits weit fortgeschritten. Selbst die alten Umkleidekabinen wurden liebevoll restauriert und bleiben erhalten.

Tag des offenen Denkmals 2018 – Original restaurierte Umkleidekabinen. Gleich kommt Miss Marple mit Badekappe raus…

In nicht allzulanger Zeit, geplant ist ca. Ende Februar 2019, öffnet in der ehemaligen, prunkvollen kaiserlichen Badeanstalt ein Restaurant, wobei die oben gelegenen Balkone und Nischen mit einbezogen werden. Nur das Schwimmbecken wird nicht mehr sichtbar sein. Herr Siewert kündigte moderate Preise an, so dass auch Normalsterbliche ihr Bierchen trinken und das Restaurant besuchen können. (Ich werde berichten, sobald die feierliche Eröffnung fest steht). Die noch original erhaltenen großen Buntglasfenster und Wandgemälde von Ernst Wille im Treppenhaus, seine Mosaiken an der Aussenfassade sowie neben dem Eingang sind – wie die im Frühstücksrestaurant eingebettete Vorster-Bibliothek und die von Alfred Biolek eingerichtete Bar – schon heute sehr sehenswert.

Tag des offenen Denkmals 2018 – Hotel Stadtpalais, ehem. Deutz-Kalker Bad

Nach ca. 1 1/2-stündiger fachkundiger Führung genossen wir die Sonne hinter dem Hotel und machten uns auf in Richtung Deutzer Freiheit. Kurz entschlossen fuhren wir durch die ruhigen, ohne die üblichen Billigläden und Imbisslokale übersäten, teils kopfsteingepflasterten Straßen, hinter dem Deutzer Dom und ich hatte spontan die Idee, Ela auf dem Weg das wunderschöne „Wohnzimmercafé“ und Restaurant Villa Mathilde zu zeigen. Natürlich mussten wir kurz dort verweilen und köstliche Limo und feinen Schamong-Kaffee trinken.

Industrie- und Handelskammer zu Köln – IHK

Weiter gings mit dem Rad über die Brücke in Richtung Börsenviertel zum IHK-Gebäude. Wir waren etwas zu früh dran, fanden aber eine gemütliche Bank in der Sonne vor der IHK und dem liebevoll „Schaschlik“ genannten Springbrunnen.

Bald begann die Führung durch das blitzeblank gepflegte, 1951/52 nach Plänen des Architekten Karl Hell errichtete IHK-Gebäude, das durch eine Sanierung für heutige Anforderungen an Technik, Sicherheit und moderne Arbeitsplatzansprüche, sowie als Eventlocation fit gemacht werden soll. Der gut gelaunte stellv. Hauptgeschäftsführer und Geschäftsleiter Standortpolitik Dr. Ulrich Soénius, der mich so freundlich eingeladen hatte, führte uns persönlich durch das teilweise unter Denkmalschutz stehende, eigentlich aus zwei kaum merkbar miteinander verbundenen Bauwerken bestehende Gebäude mit funktionaler Architektur.

IHK Köln – Blick von der Treppenhalle aus.

Es ging über lange Gänge und durch die hohe mit 16 Fenstern verglaste Treppenhalle, in dem regelmäßig Vernissagen und Ausstellungen abgehalten werden, mit wunderschönem Messinggeländer und Ausblick zu diversen Sitzungssälen wie dem berühmten Börsensaal mit Originalparkett und unter Denkmalschutz stehenden Telefonkabinen, dem Camphausen Saal und Besprechungsräumen, wo wir an eigens für das Gebäude hergestellten hochwertigen Originaltischen und -stühlen Platz nehmen durften. Immer noch sehr bequem.

IHK-Köln – Original Telefonkabinen im Börsensaal (aus welcher der Türen kommt James Bond?)

Sehr kurzweilig erzählte Herr Soénius über Historie, Architektur und Nutzung des IHK-Gebäudes. Für Heiterkeit sorgte auch so mancher Einrichtungs-Fauxpas innerhalb des Gebäudes, das häufig ausländische Gäste empfängt, aber auch Künstler und Schauspieler. Sogar Filmszenen werden hier gedreht (u. a. Tatort Münster, Cobra 11 etc.). Herr Soévius´ Begeisterung für das Gebäude und dessen Erhaltung und Modernisierung übertrug sich auf uns und wir haben die Führung sehr genossen. Zum Abschluss wurden wir sogar zu einer bald anstehenden Vernissage im Treppenhaus der IHK eingeladen. Toll! Nur der Pater Noster blieb still; denn fahren dürfen nur Angestellte der IHK mit Sonderschulung. Nachvollziebar, trotzdem schade. (In der Zwischenzeit bin ich Pater Noster gefahren. In Begleitung. Toll!)

IHK Köln – Dr. Soénius vor dem Pater Noster

Oberlandesgericht Köln

Unsere Denkmaltour per Rad führte uns am Samstag noch zum Reichenspergerplatz und dem zwischen 1907 und 1911 erbauten Justizgebäude. Im Auftrag des preußischen Justizministeriums erstellte Paul Thömer Pläne für den Bau des imposanten Sandsteinbaus mit neubarocken Säulen und Skulpturenschmuck. Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg stark beschädigt und später renoviert. Das monumentale 4-geschossige Treppenhaus und die Kuppel konnten glücklicherweise erhalten werden.

Imposanter Treppenaufgang im Oberandesgericht Köln

Da wir bis etwa 16.30 in der IHK waren, verpassten wir die Samstags-Führung um 14.00 Uhr, so dass wir leider die Säle des Kölner OLG nicht besichtigen konnten. Das werde ich nächstes Jahr nachholen. Bei allem Verständnis für die parallel laufende Verkaufsausstellung fand ich es etwas befremdlich, dass am Tag des offenen Denkmals die Stockwerke für Verkaufsstände genutzt wurden. Gerne hätte ich die wunderschöne Architektur an diesem Tag ohne bunte Handwebteppiche und örtliche Spezialitäten genossen.

OLG Köln – am Tag des offenen Denkmals mit Verkaufsständen

Bastei – Riphan Bau

Am Sonntag setzte ich bei wunderschönem Sonnenschein meine Tour mit dem Rad am Rhein entlang bis zum Konrad-Adenauer-Ufer 80 fort, um die Bastei endlich mal von innen zu besichtigen. Auf Resten („Kapponiere“) eines preußischen Befestigungsturms entstand im Jahre 1924 nach Plänen des Architekten Wilhelm Riphahn dieses außerordentliche Gebäude aus Stahl und Glas im expressionistischen Stil. Das Innere wurde mehrfach umgebaut, wurde im Krieg stark zerstört und Riphan persönlich leitete 1959 den Wiederaufbau. 1985 wurde der Bau grundlegend saniert und zwischen 1995 und 1997 modernisiert. Der Riphan-Bau, auch Bastei genannt, ist seit jeher berühmt für seine wunderbare Aussicht auf den Rhein und die Stadt Köln und beherbergte zwischenzeitlich auch ein bekanntes Sterne-Restaurant. Ich war sehr erstaunt, wie gut erhalten und gepflegt das Restaurant, das für außergewöhnliche Events für bis zu 180 Personen genutzt werden kann, ist. Seit 2009 können hier sogar standesamtliche Trauungen stattfinden.

Bastei seit 2018 in Besitz der Stadt Köln

2018 wurde das Gebäude glücklicherweise nach einigem Hin und Her von der Stadt Köln gekauft, die es nach den neuesten baulichen Erfordernissen renovieren möchte. Daher war mir sehr wichtig, das Gebäude noch dieses Jahr von innen zu besichtigen, bevor die Renovierungsarbeiten beginnen.

Bastei von aussen

Tag des offenen Denkmals 2018 – Bastei von aussen

Tag des offenen Denkmals 2018 – Bastei, Blick auf die Domstadt

Historisches Rathaus Köln

Es war schön, nach der eingehenden Besichtigung der Bastei am Rheinufer in der Sonne zu sitzen und das Treiben auf dem Fluss und die flanierenden Menschen mit der unverwechselbaren Silhouette Kölns im Hintergrund zu beobachten. Auch wenn es noch so schön war, dort zu verweilen, musste ich dann doch weiter, um das Historische Rathaus zu besichtigen. Ich radelte also zurück Richtung Hauptbahnhof, an der Philharmonie und dem Kurt-Hackenberg-Platz mit einem kurzen Besuch eines meiner Lieblingsplätze, dem Willi-Ostermann-Platz, vorbei. Über den Alter Markt zum Rathaus.

Tag des offenen Denkmals 2018 – Historisches Rathaus Köln

Da das Rathaus völlig überfüllt war, musste ich mich eine Weile bis zur nächsten Führung gedulden. Eine sehr kompetente Kunshistorikerin holte die große Gruppe der Wartenden am Eingang ab und erzählte uns lebhaft über die Geschichte des historischen Gebäudes und machte uns auf viele Details im Inneren und Äußeren und auch auf den Spanischen Bau aufmerksam. Das Historische Rathaus wurde bereits im 12. Jahrhundert von den freiheitsliebenden und selbstbestimmten KölnerInnen als „Haus der Bürger“ im ehemaligen Judenviertel erbaut. Der „Hansasaal“, den wir ebenfalls besichtigen durften, wurde um ca. 1330 errichtet, das bürgerliche Selbstbewusstsein wuchs und von 1404 bis 1414 wurde der Ratsturm mit dem prunkvollen „Senatssaal“ angefügt. Bestaunt werden darf die Rathauslaube aus dem 16. Jahrhundert (eines der wenigen noch erhaltenen Renaissancedenkmäler Kölns). Das Rathaus wurde im Krieg stark zerstört, aber wieder aufgebaut und ist seit dem 14.08.1972 unser Kölner Rathaus.

Tag des offenen Denkmals – Historisches Rathaus Köln

Tag des offenen Denkmals 2018 – Historisches Rathaus Köln

Leider konnte ich am „Tag des offenen Denkmals“ trotz meines treuen Rads, das mich schnell und umweltbewusst voran brachte, nur einen Bruchteil der herrlichen Denkmäler und Baumwerke besuchen, die Zeugnis geben von unserem bunten, weltoffenen Köln, das von zahllosen Handwerkern und Baumeistern von weither mit erbaut und nach den großen Kriegszerstörungen wieder aufgebaut wurde. Ohne die vielen ehrenamtlichen HelferInnen, die auf ihr Wochenende verzichtet haben, würde diese Fülle an Sehenswürdigkeiten niemals zustande kommen. Vielen Dank dafür! Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Tag des offenen Denkmals am 8.09.2019.